Heiner Lauterbach kritisiert Kulturszene und Medienbetrieb
Der Schauspieler wirft der Kunstwelt ideologische Einseitigkeit vor und erklärt, warum er Nachrichtensendungen meidet. Auch mit der aktuellen Politik hadert der 72-Jährige.
Schauspieler Heiner Lauterbach hat sich in einem Interview deutlich zu den politischen Verhältnissen in Deutschland geäußert. Der 72-Jährige kritisiert, dass viele Künstler ohne kritisches Hinterfragen linke und grüne Positionen vertreten würden. Was einmal aus dem Impuls entstanden sei, sich für Benachteiligte einzusetzen, sei heute zu einem Dogma geworden, moniert Lauterbach.
Besonders stört ihn dabei, dass Klimapolitik seiner Ansicht nach in einen "grünen Anarchismus" ausartet. Die gleiche Einseitigkeit beobachtet er in den Medien und der Kulturszene. Deswegen meide er gezielt Nachrichtensendungen wie die Tagesschau – nicht aus Ablehnung der Sendung selbst, sondern weil ihn die darin berichtete Weltlage frustriert.
Mit Blick auf Bundeskanzler Friedrich Merz wirft Lauterbach diesem mangelnde Konsequenz vor. Der Schauspieler, der nach eigener Aussage nicht zu jedem politischen Thema öffentlich Stellung nehmen möchte, macht hier eine Ausnahme und äußert sein Unbehagen über fehlende Nachfragen des Kanzlers bei kritischen Aussagen.