Helen Flanagan macht Zwangsstörung in Memoiren öffentlich

Helen Flanagan macht Zwangsstörung in Memoiren öffentlich

Helen Flanagan (35) spricht offen über ihre Zwangsstörung und eine jahrelange Abhängigkeit von ADHS-Medikamenten – und das mit schonungslosen Details. In Auszügen aus ihren Memoiren „Head & Heart“, die am 29. Januar erscheinen, schildert die frühere „Coronation Street“-Darstellerin, wie ihre Probleme bereits in der Kindheit begannen und sie später am Set der TV-Soap zusammenbrach. Gegenüber der Daily Mail berichtet Helen, dass sie mit 17 Jahren eine ADHS-Diagnose erhielt, mit Methylphenidat behandelt wurde und sich zunehmend an das Medikament gewöhnte. Besonders bitter: Sie beschreibt auch eine verletzende Bemerkung eines Kollegen, die sie in einer ohnehin fragilen Phase zum Weinen brachte und sie „gebrochen“ zurückließ.

In dem Vorabdruck schildert der Reality-TV-Star eine Spirale aus Panikattacken, zwanghaften Gedanken und sozialer Angst. Der Abschied von „Coronation Street“ erleichterte ihr zwar den Weg nach vorn, vertrieb ihre inneren Dämonen jedoch nicht. Helen berichtet auch, sie habe das ADHS-Medikament Concerta über Jahre hinweg überdosiert eingenommen und sei ohne engmaschige ärztliche Kontrolle in eine Abhängigkeit geraten. 2021, kurz nach der Geburt ihres Sohnes Charlie im Royal Bolton Hospital, kippte der anfängliche Glücksrausch in bedrückende Zwangsgedanken: Sie habe gefürchtet, eine Hebamme könne ihr Baby vertauscht haben. „Ich war von purer Euphorie in einen Zustand voller OCD gehetzt“, schreibt sie in ihrem Buch. Die intrusiven Gedanken hätten sogar vor laufender Kamera angehalten – etwa bei einem TV-Interview, bei dem sie mit aller Kraft gegen die Angst ankämpfte, etwas Falsches zu sagen. Erst Therapie, intensive Gespräche, feste Routinen und viel Zeit in der Natur hätten ihr schließlich geholfen, wieder ein stabiles Fundament zu finden.

Abseits der großen Schlagzeilen zeichnet Helen das Bild einer Mutter, die ihren Alltag bewusst entschleunigen möchte. Sie wünscht sich eine ruhigere Phase, konzentriert sich auf die Bühne – ein Theaterengagement in Bolton markiert dabei ihren Neustart – und hält sich zugleich die Option auf eine Rückkehr zur TV-Schauspielerei offen. Privat setzt die inzwischen dreifache Mutter auf klare Grenzen und verlässliche Routinen, um Anspannung aus dem Alltag zu nehmen. Erst kürzlich verriet sie auch, dass sie wieder bereit für Dates ist. Ihre Prioritäten scheinen heute klar geordnet: Kinder und die eigene Gesundheit – und danach alles, was sich gut und richtig anfühlt.

Helen Flanagan im November 2024
Helen Flanagan im Dezember 2023
Helen Flanagan, Realitystar

Wie findet ihr Helens Offenheit über OCD und ihre Medikamentenabhängigkeit in den Memoiren?

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