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Hella von Sinnen: Älterwerden verändert die Wut nicht

09. Juni 2026· Carolin Hausmann

Die TV-Ikone spricht über das Altern nach ihrem schweren Unfall. Ihre Empörung über gesellschaftliche Entwicklungen ist ungebrochen – und neue kreative Projekte inspirieren sie.

Mit 67 Jahren hat Hella von Sinnen gelernt, was der berühmte Satz von Bette Davis bedeutet: "Alt werden ist nicht für Feiglinge." Nach einem schweren Sturz im Februar 2024, bei dem sie sich beide Beine brach, musste die Entertainerin monatelang ins Krankenhaus und lange Rehabilitation durchstehen. Diese Erfahrungen haben ihr gezeigt, wie sich das Leben verändert – besonders, wenn enge Vertraute plötzlich nicht mehr da sind.

Doch wer erwartet, dass die ehemalige "Genial daneben"-Moderatorin durch das Älterwerden gelassener geworden ist, wird enttäuscht. Von Sinnen betont: Ihre politische und gesellschaftliche Wut ist völlig unverändert. Auch wenn sie manchmal behaupte, ruhiger zu werden – wenn es wichtig wird, fahre sie genauso aus der Haut wie vor 50 Jahren. Ihre Empörung über Faschismus, Queerfeindlichkeit und andere gesellschaftliche Entwicklungen "verdampft" einfach nicht.

Derzeit nutzt von Sinnen ihre Zeit für neue kreative Projekte. Ihr Video-Podcast "Gestatten, von Sinnen!" startet in Kürze und wird alle zwei Wochen eine neue Folge zeigen. Dort empfängt sie Gäste wie Mike Krüger und Guido Cantz zu ungeplanten, persönlichen Gesprächen – ganz ohne starres Konzept.

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