Hof scheitert an Wiederherstellung von Mette-Marits Mails an Epstein

Hof scheitert an Wiederherstellung von Mette-Marits Mails an Epstein
Aufarbeitung unmöglich?

Hof scheitert an Wiederherstellung von Mette-Marits Mails an Epstein

von Hannah Borchert

17.04.2026, 16:30 Uhr

17. April 2026 um 16:30 Uhr

Der norwegische Hof offenbart, dass es Versuche gab, Mette-Marits Mails an Epstein wiederherzustellen. Diese blieben jedoch erfolglos.

Schon seit März ist bekannt, dass die Mail-Adresse, über die Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) einst mit Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) kommunizierte, gelöscht ist. Wie der Hof damals erklärte, existiert das Konto nicht mehr und die versendeten Nachrichten können demnach auch nicht mehr eingesehen werden. So weit, so schlecht: Nun meldet sich der Hof erneut zu Wort und stellt auf Nachfrage von „Aftenposten“ sogar klar, dass trotz Bemühungen, die Mails wiederherzustellen, nichts mehr zu machen ist. 

Im Video oben: Royal-Experte glaubt, der Palast schmiedet für Mette-Marit einen Notfallplan.

Hof versuchte, Mette-Marits Mails an Epstein wiederherzustellen

Der Kommunikationsberater des Hofs, Simen Løvberg Sund, berichtet: „Es wurden Untersuchungen hinsichtlich der Möglichkeit durchgeführt, das E-Mail-Konto und die dazugehörigen Inhalte wiederherzustellen. Wir haben vom Anbieter die Bestätigung erhalten, dass dies nicht möglich ist.“ 

Mail-Konto der Kronprinzessin ist unwiederbringlich gelöscht

In Anbetracht der seither vergangenen Zeit ist das wenig verwunderlich. Das Mail-Konto unter dem Namen „H.K.H. Kronprinsessen“ wurde immerhin schon vor 12 Jahren genutzt. Es handelte sich übrigens nicht um einen offiziellen Account des Hofes, sondern um einen privaten bei einem Internetdienstanbieter. 2012 wurde im Zuge eines Datenlecks auch das Passwort zu diesem Konto veröffentlicht, berichteten norwegische Medien. Darüber, ob das Konto damals schon aufgrund der Leaks gelöscht wurde oder wann genau die Löschung erfolgte, kann nur gemutmaßt werden. Der Hof möchte sich dazu laut „Aftenposten“ nicht äußern.

IT-Experte stellt klar: „Keine Chance“ auf Wiederherstellung

Ein IT-Experte stellte gegenüber „Dagbladet“ klar, dass auch Backups nur sechs Monate gespeichert und anschließend gelöscht würden. So gäbe es „keine Chance“, die Daten nach so vielen Jahren noch zurückzuholen. In puncto Cybersicherheit ist das auch richtig so, in Bezug auf Mette-Marits Kontakt zu Epstein bleiben jedoch weiterhin Fragen offen. 

Unterlagen des US-Justizministeriums zeigen den regen Mail-Austausch zwischen Mette-Marit und Jeffrey Epstein

Unterlagen des US-Justizministeriums zeigen den regen Mail-Austausch zwischen Mette-Marit und Jeffrey Epstein US-Justizministerium

Nachforschungen des Hofes erfolglos, Mette-Marit erinnert sich nicht

So bleiben trotz aller unternommenen Versuche nur die Mails bekannt, die im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Akten im Januar online gestellt wurden. Worauf die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) sich beispielsweise bezog, als sie Epstein schrieb „Ich habe dich nach der letzten E-Mail gegoogelt. Ich stimme zu, das sah nicht so gut aus. :)“, werden wir wohl nie erfahren. Denn laut eigener Aussage im Interview mit „NRK“ kann auch Mette-Marit selbst sich nicht mehr daran erinnern.

Weiteren Kontext zu ihrer Korrespondenz mit Epstein könnten also nur potenzielle weitere Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten geben. Ob es noch solche gibt, in denen Mette-Marit erwähnt wird, ist jedoch unklar.

mit Material von Dana Press

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