Ghislaine Maxwell: Epstein nicht durch Suizid gestorben
Die inhaftierte Geschäftspartnerin von Jeffrey Epstein äußert Zweifel an der offiziellen Todesursache. Sie vermutet stattdessen ein Verbrechen im Gefängnis.
Ghislaine Maxwell hat in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche überraschende Aussagen zum Tod ihres einstigen Geschäftspartners Jeffrey Epstein gemacht. Die 63-Jährige, die derzeit in einem Bundesgefängnis in Texas sitzt, bestreitet die offizielle Version eines Suizids. "Ich glaube nicht, dass er Selbstmord begangen hat", erklärte sie laut US-Justizministeriums-Protokollen.
Stattdessen vermutet Maxwell, dass ein Mitinsasse Epstein getötet haben könnte. Sie verwies dabei auf die Realität von Gefängnissen, in denen solche Taten organisiert werden könnten. Zur populären Theorie, dass einflussreiche Personen Epstein ausgeschaltet haben könnten, um Schweigen zu bewahren, äußerte sie sich skeptisch. Falls es sich um Mord handelt, halte sie einen internen Ursprung für wahrscheinlicher.
Maxwell beharrte zudem darauf, dass es keine geheime "Kundenliste" mit Namen prominenter Vertrauenspersonen gebe. Diese sei eine Erfindung und keine Realität. Die verurteilte 63-Jährige verbüßt derzeit eine 20-jährige Freiheitsstrafe. Das Gefängnis, in dem sie untergebracht ist, wurde nach Sicherheitsvorfällen im August einer verstärkten Überwachung unterzogen.