Jason Collins kämpft gegen aggressiven Gehirntumor
Der ehemalige NBA-Star teilt öffentlich seine Diagnose: Ein Glioblastom im vierten Stadium. Trotz düsterer Prognose setzt der 47-Jährige auf experimentelle Therapien und seinen Kampfgeist.
Jason Collins, der legendäre Basketballer und Pionier des Coming-outs in der NBA, durchlebt derzeit die größte Herausforderung seines Lebens. Der 47-Jährige hat seine Diagnose eines Glioblastoms im vierten Stadium öffentlich gemacht – einer der aggressivsten und tödlichsten Hirntumorarten. Die Erkrankung offenbarte sich erst nach seiner Hochzeit mit Ehemann Brunson Green im Mai: Konzentrationsprobleme zwangen das Paar, einen Flug zu verpassen – eines der ersten Warnsignale, die Collins zunächst ignorierte.
Der Tumor befindet sich in einer kritischen Region nahe dem Frontallappen und erstreckt sich über die Breite eines Baseballs. Eine vollständige operative Entfernung ist unmöglich, ohne Collins' Persönlichkeit und Fähigkeiten dauerhaft zu verändern. Die aggressive Mutationsform erschwert die Behandlung zusätzlich. Dennoch versucht Collins ein Arsenal an Therapien: Medikamente, Bestrahlung, Chemotherapie und eine experimentelle Therapie in Singapur zeigen erste positive Effekte.
Obwohl die durchschnittliche Prognose bei elf bis vierzehn Monaten liegt, bleibt Collins entschlossen. Der ehemalige Spieler, der sich 2013 als erster aktiver NBA-Profi als homosexuell outete, zieht Parallelen zu seinem damaligen Mut: Mit der gleichen Kampfmentalität, die ihn gegen Basketball-Giganten antreten ließ, tritt er nun gegen die Krankheit an – bereit, experimental zu behandeln und möglicherweise neue Standards für künftige Patienten zu schaffen.