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Jazzlegende Abdullah Ibrahim gestorben

17. Juni 2026· Carolin Hausmann

Der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Der Musiker gilt als eine der wichtigsten Figuren des Jazz und war ein engagierter Gegner der Apartheid.

Die Welt des Jazz trauert um Abdullah Ibrahim. Der legendäre Pianist starb nach kurzer Krankheit friedlich im Kreise seiner Familie. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa würdigte den Verstorbenen als herausragende Persönlichkeit, die sich ihr Leben lang gegen Rassismus und Apartheid eingesetzt hat.

Ibrahim wurde 1934 in Kapstadt geboren und machte sich zunächst unter seinem Künstlernamen Dollar Brand einen Namen. Nach seiner Konversion zum Islam nannte er sich Abdullah Ibrahim. Mit seiner Musik verband er Jazz mit südafrikanischen Traditionen und schuf damit einen eigenständigen Klang. Besondere Bekanntheit erlangte er mit der Hymne "Mannenberg", einem Symbol des Widerstands gegen die Rassenpolitik Südafrikas.

Der Musiker und Komponist lebte zuletzt im bayerischen Aschau im Chiemgau und sollte noch im Oktober zwei Konzerte in der Region geben. Für sein Engagement erhielt Ibrahim 2009 einen hohen südafrikanischen Kulturpreis. Mit seiner Überzeugung, dass Musik alle Kulturen verbindet, hinterlässt er ein bleibendes musikalisches Erbe.

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