Jessie J (37) hat in der Silvesterausgabe der Show „Hootenanny with Jools Holland“ nicht nur mit einer eindrucksvollen Version von „My Way“ begeistert, sondern vor allem mit einem offenen Geständnis berührt: Die Sängerin sprach über ihr Jahr mit Brustkrebs, ihre Operationen und ihren Blick nach vorn. In dem Gespräch mit Jools, ausgestrahlt am 31. Dezember in London, erklärte die Musikerin, wie sie trotz Rückschlägen ihren Weg geht – und dabei Hoffnung für 2026 schöpft. „Ich glaube, es war für viele Menschen ein schwieriges Jahr“, sagte sie. Sie verwies auf das chinesische Jahr der Schlange, in dem man „viel losgelassen und abgestreift“ habe, und appellierte an mehr Zusammenhalt und Empathie. Ihre Botschaft an die Zuschauer: Nicht die schlimmsten Tage sollen über das Leben bestimmen.
Die Künstlerin wurde ungewöhnlich konkret, um das Tabu zu brechen. „Mir ging es dieses Jahr nicht gut, ich habe jetzt neue Brüste, große sogar. Meine Brustwarzen schauen in unterschiedliche Richtungen, aber wir schauen auf die positiven Seiten!“, sagte Jessie J in der Sendung. „Zur Einordnung: Ich hatte Brustkrebs. Ich weiß, dass ich viel darüber gesprochen habe, aber ich finde es wichtig, dass wir darüber sprechen – über die guten wie über die schlechten Dinge.“ Die Sängerin betonte, sie fühle sich gesegnet, weil das Gute am Ende überwiege: Nach acht Jahren ohne Studioalbum habe sie die aktuelle Veröffentlichung so intensiv genießen können wie lange nicht. Bereits im Sommer hatte sie offengelegt, dass sie an frühem Brustkrebs erkrankt war, sich einer ersten Operation unterziehen musste und weitere Eingriffe folgten. Die Europa-Termine ihrer geplanten Tour wurden auf April 2026 verschoben, die US-Shows abgesagt. Trotzdem kehrte sie im Herbst auf große Bühnen zurück, unter anderem beim BBC-Event „Radio 2 in the Park“ in Chelmsford. Ihre Sichtbarkeit versteht sie als Aufklärung: Immer wieder meldeten sich Menschen, die nach ihren Hinweisen selbst Knoten ertastet und früh Hilfe bekommen hatten.
Abseits der großen TV-Bühne gibt Jessie J seltene Einblicke in ihr Privatleben. Die Sängerin, die als Mutter ihren Alltag neu sortiert, spricht offen über die Balance zwischen Familie, Gesundheit und Karriere. Bei Auftritten zeigte sie zuletzt viel Nähe, suchte den Kontakt zu Fans und Kolleginnen – im November fiel ein herzlicher Moment bei der Royal Variety Performance auf, als sie die Prinzessin von Wales umarmte. In sozialen Medien verteidigte sie sich in den vergangenen Monaten zudem gegen Anfeindungen und stellte klar, dass Offenheit über Krankheit kein Makel ist. Wer ihr nahe steht, beschreibt sie als jemand, der Humor auch in schweren Tagen nicht verliert und lieber mit einem Augenzwinkern über Asymmetrien nach einer OP lacht, statt sich zu verstecken. Ihre jüngsten Worte im Fernsehen bringen es auf den Punkt. In der Show sagte sie: „Ich glaube wirklich, dass wir in den schwierigsten Zeiten am meisten über uns selbst lernen.“
Wie findet ihr Jessies offene Worte über ihr Jahr mit Brustkrebs in der Show?



