Katja Burkard über RTL-Kündigungswelle: „Leute sind zusammengeklappt“

Katja Burkard über RTL-Kündigungswelle: „Leute sind zusammengeklappt“
„Einer der schwärzesten Tage“

Katja Burkard über RTL-Kündigungswelle: „Leute sind zusammengeklappt“

von teleschau

10.02.2026, 14:40 Uhr

10. Februar 2026 um 14:40 Uhr

Mittagsjournal „Punkt 12“-Moderatorin Katja Burkard hat jetzt im Gespräch mit Bettina Böttinger über die aktuelle Kündigungswelle bei RTL ausgepackt.

  • Im Video oben: RTL Deutschland streicht 600 Stellen

Seit fast drei Jahrzehnten prägt Katja Burkard (60) das Gesicht des RTL-Mittagjournals „Punkt 12“. Doch die derzeitige Situation bei RTL stellt für sie eine der schwierigsten Zeiten dar. In der neusten Folge des Podcasts „Zwischen den Zeilen“ mit Bettina Böttinger (69) schildert sie die Auswirkungen der laufenden Stellenstreichungen und beschreibt die dramatischen Ereignisse rund um die Kündigungen.

RTL streicht 600 Stellen: Katja Burkard gibt Einblick

Bettina Böttinger thematisiert die Situation direkt: „Du bist seit vielen, vielen, vielen Jahren ein Gesicht von RTL, und bei RTL ist gerade eine Kündigungswelle. Da bist du auch mittendrin und siehst, wie deine Kolleginnen und Kollegen gerade wirklich sozusagen innerlich und psychisch kollabieren, weil sie von heute auf morgen ihren Job los sind.“ Hintergrund ist die Entscheidung des Privatsenders, im Zuge einer Neuausrichtung insgesamt 600 Arbeitsplätze abzubauen.

Katja Burkard zeigt im Gespräch ist Bettina Boettinger großes Mitgefühl für alle Betroffenen der RTL-Kündigungswelle.

Katja Burkard zeigt im Gespräch ist Bettina Boettinger großes Mitgefühl für alle Betroffenen der RTL-Kündigungswelle. Instagram / katja_burkard_official

Katja Burkard zeigt sich betroffen und beschreibt die Vorgänge als „ganz, ganz schrecklich“. Sie betont: „Es tut mir für wirklich jeden Einzelnen leid.“ Die Moderatorin erklärt, dass zwischen 14 und 16 Uhr E-Mails verschickt wurden, die darüber informierten, ob jemand betroffen sei oder nicht. Für Burkard war dieser Tag „einer der schwärzesten Tage in der Geschichte von RTL“.

Schwere Folgen für Betroffene der RTL-Kündigungswelle

Die Auswirkungen auf die Mitarbeiter waren gravierend. Laut Burkard seien „Leute zusammengeklappt“ und es habe sogar „den ein oder anderen Rettungswagen-Einsatz“ gegeben. Bettina Böttinger ergänzt: „Das ist schon sehr, sehr bitter, wenn Menschen plötzlich um ihre Existenz, um das wirklich fürchten müssen, was ihr Leben gefasst hat.“

Burkard reflektiert zudem über die Veränderungen in der Branche. Anfang der 2000er Jahre habe es ähnliche Situationen gegeben, doch damals hätten viele Betroffene zu anderen Sendern wie WDR oder SAT.1 wechseln können. Heute sei die Lage jedoch anders. „Das lineare Fernsehen ist ja auch so ein bisschen vom Aussterben bedroht“, erklärt sie.

Die Kündigungswelle bei RTL zeigt die Herausforderungen, vor denen traditionelle Medienhäuser stehen, und wirft ein Schlaglicht auf die Unsicherheit vieler Beschäftigter in der Branche.

Von Gianluca Reucher

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