Königs-Urenkel Franz von Bayern erzählt, bei wem sein Herz aufgeht
Herzog Franz von Bayern liebt seit über 40 Jahren seinen Lebensgefährten Thomas, doch auch ein tierischer Begleiter hat sein Herz (traditionsgemäß) erobert.
Die Queen (†96) hatte ihre Corgis, Altkönigin Margrethe von Dänemark (85) hat ihre Dackel. Und nicht nur im dänischen Königshaus stehen die langen Vierbeiner hoch im Kurs, auch der deutsche Adel hat ein Faible für den Dackel. Allen voran Königs-Urenkel Herzog Franz von Bayern (92). Nach dem leider inzwischen verstorbenen Wastl ist heute Dackeldame Beppi an seiner Seite und hat sich neben seinem Lebensgefährten Thomas Greinwald, der natürlich die Nummer Eins ist, einen Platz in seinem Herzen gesichert. Im Podcast „Dackelmania – eine (nicht nur) bayerische Liebesgeschichte“ (in der ARD-Mediathek verfügbar) erzählt der Nachfahre von Bayerns letztem König Ludwig III. eine herzerwärmende Anekdote über Wastl und gesteht, dass die Hunde ihm bisweilen sogar die Show stehlen.

Herzog Franz von Bayern führt die Dackel-Liebe seiner Vorfahren fort
Die Lovestory des deutschen Adels mit dem Dackel geht bis weit in die Vergangenheit zurück und ist somit schon fast Tradition. Bereits Franz von Bayerns Großvater, dessen Bruder und sein Vater Herzog Albrecht von Bayern (†91) wurden von einem solchen Hund begleitet, letzterer war gar Schirmherr des bayerischen Dachshundclubs. Dieses schöne Amt füllt heute sein 92-Jähriger Sohn aus. Der Königs-Nachfahre kam erst auf seine älteren Tage auf den Hund, ist aber inzwischen unumkehrbarer Dackel-Fan geworden.
Dackel Wastl war bekannter als der Königs-Nachfahre selbst
So gibt das Oberhaupt der Wittelsbacher im Podcast eine süße Erinnerung an seinen ersten Dackel Wastl zum besten. Viele hätten seinen treuen Begleiter gekannt – sogar mehr als sie ihn selbst erkannt hätten. Bei TV-Interviews oder Filmaufnahmen hätte es nie mehr als fünf Minuten gedauert, bis Wastl um die Ecke gekommen und von allen umschwärmt worden wäre. Ab dann hätte gar keiner mehr auf ihn geschaut, berichtet er lachend. Auch beim Gassigehen ereigneten sich ähnliche Szenen. Dort sei Wastl fröhlich begrüßt worden. „Mich hat keiner angeschaut, nur den Hund haben viele gekannt“, erzählt er, wobei man sich fast einbilden kann, sein Lächeln rauszuhören.
Nicht ohne meinen Dackel! Auch in den offiziellen Instagram-Weihnachtsgrüßen zeigte sich Franz von Bayern mit Hund:
Der deutschle Adelige schätzt den eigenwilligen Charakter seiner Beppi
Mit Nachfolgerin Beppi, einer Tigerdackeldame, die der Dackelzüchtung seiner Nichte entstammt, geht es offenbar ähnlich zu. Hätte er sie zum Interview mitgebracht, hätte er keine Ruhe gehabt, sagt er. Doch genau das ist es, was er auch so an ihr mag. Die Reibungsfläche, die dank der „eigenständigen Persönlichkeit“ und der „gerissenen Schlauheit“ der Hunderasse entstehe, habe ihren Wert – den er sehr schätzt. „Ein bisschen Widerspruch habe ich jedenfalls gern“, beschreibt er liebenswert die Dynamik mit Beppi. Dabei scheint er nicht immer das letzte Wort zu haben, wie seine Worte schließen lassen: „Meine Beppi weiß genau, wann sie parieren muss, und ich weiß genau, wann ich parieren muss.“
Der Dackel sei eben kein Hund „der sich nur anlehnt, angleicht oder nur begleitet, da kommt natürlich der eigene Wille dazu“, kommt er aus dem Schwärmen gar nicht heraus. Mit diesem interessanten Charakter sei es spannend, in eine Beziehung zu kommen, so Franz von Bayern.
Franz von Bayern lebt mit seiner Dackeldame auf Schloss Nymphenburg
Der Herzog lebt mit Beppi auf Schloss Nymphenburg, wo er als Chef des Hauses repräsentative und organisatorische Aufgaben übernimmt. Er gilt als Liebhaber der zeitgenössischen Kunst, der Musik und der Wissenschaft, seine Vorliebe für die Ästhetik der Moderne brachte ihm in der Familie den Spitznamen „schräger Vogel“ ein, wie die „Frankfurter Rundschau“ einst berichtete. Seine Beziehung zu Partner Thomas Greinwald hielt er über 40 Jahre geheim, seit 2021 dürfen jedoch endlich alle ihre Liebe sehen. Dass der Herzog in seinem Herzen Platz für zwei Lieben hat ist spätestens seit dem Podcast klar!



