Am Ballermann tobt seit Wochen ein Streit darüber, ob Deutschrap auf der Partymeile überhaupt etwas zu suchen hat. Immer mehr Rap-Künstler treten dort auf – ein Umstand, der bei einigen Schlagerstars für Unmut sorgt. Mia Julia (39), die selbst seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern des Ballermanns gehört, hat sich jetzt gegenüber Promiflash klar positioniert: Die Sängerin begrüßt die Entwicklung ausdrücklich und sieht keinen Anlass für die Aufregung ihrer Kollegen.
„Ich weiß nicht. Manche Kollegen haben da gemeckert, aber da denke ich mir einfach so, warum? Warum wird da gemeckert? Warum muss man immer so diese negativen Vibes versprühen?“, so Mia Julia. Für sie ist klar: Party ist ein breites Feld, das für viele Genres Platz bietet. Wer keinen Deutschrap hören möchte, soll einfach woanders feiern gehen – „die Playa ist groß genug“, betont sie. Außerdem appelliert sie an ihre Kollegen, sich lieber auf den Spaß zu konzentrieren, statt anderen den Erfolg zu missgönnen: „Keiner gönnt dem anderen was. […] Macht doch alle euren Job. Habt einfach ein bisschen mehr Spaß.“
Kritik aus der Schlagerszene am Deutschrap am Ballermann ist kein neues Phänomen. Zuletzt hatte Schlagerstar Ikke Hüftgold (49) lautstark gegen Rap-Auftritte bei der diesjährigen Saisoneröffnung des Megaparks gewettert und befürchtet, dass der Markt dadurch „verwässert“ werde. Mia Julia, die nach eigenen Angaben seit 15 Jahren in dem Business aktiv ist, sieht das anders. Mit ihrem langen Erfahrungsschatz blickt die Sängerin auf die Szene und kommt zu einem ernüchternden Urteil. „Ich bin jetzt quasi schon eine Omi in dem Business“, sagt sie – und wünscht sich schlicht mehr Zusammenhalt statt Streit unter den Kollegen.
Im Streit um Rap am Ballermann: Wessen Sicht teilt ihr mehr?



