Marius Borg Høiby muss vier Jahre ins Gefängnis
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin wurde in 34 von 38 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Im Hochsicherheitsgefängnis Ila erwartet ihn ein strukturiertes System mit Resozialisierungsprogrammen.
Marius Borg Høiby (29) muss mit einer vierjährigen Haftstrafe rechnen. Das norwegische Gericht sprach den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in 34 der 38 Anklagepunkte schuldig. Allerdings ist die Entscheidung noch nicht endgültig: Beide Seiten können innerhalb von zwei Wochen Berufung einlegen.
Sollte das Urteil Bestand haben, würde Marius seine Strafe im Hochsicherheitsgefängnis Ila verbüßen. Entgegen mancher Erwartungen folgt das norwegische Gefängnissystem einem anderen Ansatz als reine Bestrafung. Im Tagesablauf sind neben Frühstück und Arbeit auch Bildungsangebote, Therapien und Freizeitaktivitäten vorgesehen. Die Zellen sind schlicht ausgestattet mit Bett, Schreibtisch und Schrank, teilweise sogar mit Fernseher und eigenem Bad.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich siebeneinhalb Jahre Haft gefordert – die vierjährige Verurteilung fiel also deutlich milder aus. Die Nähe des Gefängnisses zur Klinik, in der Marius' Mutter auf ein Spenderorgan wartet, wird ebenfalls als relevant erachtet.