Marcel Reif über zwei gescheiterte Ehen: „Darauf kann ich nicht stolz sein“
Fußballkommentators Marcel Reif gab gegenüber „Die Zeit” Einblicke in sein bewegtes Leben.
Marcel Reif (76), einer der bekanntesten deutschen Fußballkommentatoren, hat ein bewegtes Leben hinter sich. Geboren 1949 in Polen als Sohn eines Holocaust-Überlebenden, führte ihn sein Weg über Israel nach Deutschland. Dort musste er als Kind ohne Deutschkenntnisse Fuß fassen, eine Erfahrung, die er als traumatisch beschreibt: „Sprachlos zu sein, ist für jedes Kind unfassbar hart.“
Es war der Fußball, der ihm half, diese schwierige Zeit zu überwinden. „Meine Mutter brachte mich ins Kindertraining des 1. FC Kaiserslautern. Das hat mir den Arsch gerettet,“ so Reif dankbar.
Marcel Reif über die enge Beziehung zu seinen Söhnen
Marcel Reif war dreimal verheiratet und hat drei erwachsene Söhne aus zwei früheren Beziehungen. „Trennungen sind Niederlagen. Darauf kann ich nicht stolz sein“, sagt er rückblickend. Besonders schwierig war die Zeit nach der ersten Scheidung in den 1990er-Jahren, als er monatelang keinen Kontakt zu seinem ältesten Sohn Jan hatte. Rückblickend betont er jedoch: „Am Ende haben wir es alle zusammen hingekriegt.“
Die Trennung von seiner zweiten Frau war ebenfalls ein gravierender Einschnitt. Seine beiden jüngeren Söhne waren damals erst vier und sechs Jahre alt. „Ich sagte ihnen: Wir müssen das zusammen hinkriegen, und ihr müsst mir helfen. Das haben die beiden hinreißend gut gemacht,“ erinnert sich Reif.
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Marcel Reif ist heute mir Ehefrau Marion Kiechle glücklich
Heute ist Reif stolz auf die enge Beziehung zu seinen Kindern. „Im Erwachsenenalter ist das Verhältnis noch viel enger und zärtlicher geworden. Wir sind Freunde, darauf bin ich stolz. Und wir können gut streiten.“
Marcel Reif lebt heute mit seiner dritten Frau, der Ärztin Marion Kiechle, in München und ist zweifacher Großvater. Er blickt positiv auf seine Lebensreise zurück – mit all ihren Höhen und Tiefen, die ihn geprägt haben.
Den vollständigen Bericht gibt es bei „Die Zeit”.

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