Christoph Maria Herbst: "Feminismus lag in der Wiege"
Der Schauspieler spricht anlässlich des neuen "Merz gegen Merz"-Films über Feminismus, künstliche Intelligenz und warum er sich bewusst von "alten, weißen Männern" abgrenzt.
Christoph Maria Herbst kehrt in "Merz gegen Merz – Geständnisse" vor die Kamera zurück. Im Interview zur neuen ZDF-Produktion äußert sich der 60-Jährige zu gesellschaftlichen Themen und seiner künstlerischen Arbeit – und grenzt sich deutlich von bestimmten männlichen Stereotypen ab.
Auf die Frage, ob Männer Feministen sein können, antwortet Herbst persönlich: "Der Feminismus wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt." Er sei mit drei Frauen aufgewachsen und habe grundsätzlich keinen Unterschied zwischen Menschen gemacht – unabhängig von Geschlecht oder Aussehen. Diese Haltung der Gleichberechtigung sei für ihn selbstverständlich und habe ihm im Leben gutgetan.
Sorgen bereitet dem Schauspieler die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Zwar versuche er, optimistisch zu bleiben, doch "es fällt mir zunehmend schwer", gesteht Herbst. Ganze Berufsbilder könnten verschwinden, auch Schauspieler seien nicht ausgenommen. KI lerne ständig dazu – noch fehle ihr Empathie und Gefühl, doch das könne sich ändern.
Den neuen "Merz gegen Merz"-Film bezeichnet Herbst als "Stück nach Hause kommen". Mit Drehbuchautor Ralf Husmann arbeitet er bereits seit zwei Jahrzehnten zusammen – damals schon bei "Stromberg". Seine Ehe beschreibt er als harmonisch: Meist seien es nur kleine Missverständnisse, die schnell geklärt werden.