Die schwere Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat das norwegische Königshaus in Bewegung gebracht. Nachdem die Kronprinzessin eine Lungenoperation hinter sich gebracht hat, richtet sich der Blick nun auf ihre Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra (22). Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtet, soll die 22-Jährige künftig einspringen können, wenn König Harald und ihr Vater, Kronprinz Haakon (52), gleichzeitig verhindert sind. Dafür ist sogar eine Änderung der norwegischen Verfassung geplant – eine historische Reform für das Königshaus.
Konkret geht es um Paragraf 41 der Verfassung. Laut Bunte hat die Kontroll- und Verfassungskommission des norwegischen Parlaments einstimmig empfohlen, die Regelung anzupassen. Demnach soll das volljährige erstgeborene Kind in der Thronfolge künftig den Staatsrat leiten dürfen, wenn sowohl der König als auch der Kronprinz ausfallen. Bislang übernimmt in diesem Fall automatisch die amtierende Regierung diese Aufgabe – was besonders dann heikel werden kann, wenn das Land gerade vor einer Regierungsneubildung steht. Am 3. November soll das Parlament über den Entwurf abstimmen, für den eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist.
Für Ingrid ist die aktuelle Situation auch persönlich ein großer Einschnitt. Die Prinzessin hatte zuletzt in Sydney studiert, kehrte wegen der schweren Erkrankung ihrer Mutter aber nach Norwegen zurück und beendet ihr Studium nun dort. Ingrid steht nach ihrem Vater Haakon an zweiter Stelle der norwegischen Thronfolge und wird damit schon jetzt deutlich früher in eine staatstragende Rolle hineinwachsen, als ursprünglich geplant war.
Sollte das Parlament der Reform am 3. November zustimmen?



