Mitangeklagter gesteht Rolle bei Block-Kinderentführung
Im Prozess gegen Unternehmerin Christina Block hat ein Israeli erstmals zugegeben, an der Aktion in der Silvesternacht 2023/24 beteiligt gewesen zu sein. Er bezeichnete es als Rettungsmission.
Am siebten Verhandlungstag im Block-Prozess hat ein Mitangeklagter seine Beteiligung an der umstrittenen Aktion eingestanden. Der 36-jährige Israeli erklärte vor Gericht, er habe den Auftrag bekommen, den Ex-Mann der Unternehmerin zu überwältigen. Nach eigener Darstellung sollte es sich um eine Rettungsmission und nicht um eine Entführung handeln.
Nach der Auseinandersetzung mit dem Vater wurde der damals zehnjährige Sohn und seine 13-jährige Schwester von Begleitern des Angeklagten in ein Fahrzeug gebracht. Die Fahrt endete an der deutsch-dänischen Grenze, von wo aus die Behörden die Kinder zurückbrachten. Christina Block bestreitet weiterhin jede Beteiligung und betont ihre Unschuld.
Die Ermittler sehen neben Block auch einen Rechtsanwalt ihrer Firma und einen Sicherheitsmitarbeiter als mutmaßliche Drahtzieher. Dieser Mitarbeiter sitzt seit November in Untersuchungshaft. Der Rechtsstreit ist Ausdruck eines jahrelangen Sorgerechtsstreits zwischen Block und ihrem Ex-Mann.