Block-Prozess: Erbin schweigt, Angeklagter gesteht Bereitschaft
Im sechsten Verhandlungstag zum Fall Christina Block verweigert die Steakhaus-Erbin die Aussage. Ein Israeli, der an der mutmaßlichen Kindesentführung beteiligt sein soll, sagt dagegen aus und erklärt seine sofortige Zusage.
Dramatische Szenen vor Gericht: Christina Block (52) weigert sich am sechsten Prozesstag, Fragen des Anwalts ihres Ex-Mannes zu beantworten. Ihr Verteidiger begründet das Schweigerecht rechtlich, während Oberstaatsanwältin Mona Paul die Vorgangsweise kritisiert. Block selbst wirft der Gegenseite vor, nur schmutzige Wäsche waschen zu wollen, und wirft ihrem Ex-Mann vor, die gemeinsamen Kinder manipulieren zu wollen.
Ein anderer Angeklagter hingegen bricht sein Schweigen: Der 36-jährige Israeli, der direkt in die mutmaßliche Entführung der Block-Kinder verwickelt sein soll, berichtet von seinem bisherigen Leben in Israel. Etwa zwei Wochen vor Silvester 2023/24 soll er zu einer Besprechung gebeten worden sein, bei der der Chef einer Sicherheitsfirma ihn fragte, ob er bei einer "Rettungsaktion" helfen würde.
"Ich war sofort einverstanden", erklärte der Israeli vor Gericht. Zwar sei ihm Geld in Aussicht gestellt worden, dies habe aber für seine Entscheidung keine wesentliche Rolle gespielt. Die Aussage des Mannes wird am kommenden Donnerstag fortgesetzt.