So geht es jetzt für Marius Borg Høiby weiter
Nach einem nervenaufreibenden dritten Prozesstag kann Marius Borg Høiby zumindest kurz durchatmen. Durch seine erneute Festnahme steht allerdings noch eine Vernehmung an.
Seit dem Prozessauftakt am 3. Februar musste Marius Borg Høiby (29) jeden Tag vor dem Bezirksgericht in Oslo erscheinen. Sowohl der Angeklagte als auch seine Anwälte betonten, wie sehr ihn die Gerichtsverhandlung belaste. Am dritten Prozesstag (5. Februar) konnte er seine erste Aussage abschließen – wenn auch mit emotionalem Ausbruch. Kronprinzessin Mette-Marits (52) Sohn war frustriert von den Nachfragen der Staatsanwaltschaft. Hinzu kommt, dass er täglich von der Polizei aus dem Gefängnis zum Gericht gebracht werden muss. Nachdem Marius am Sonntag (1. Februar) erneut verhaftet worden war, sitzt er in einer vierwöchigen Untersuchungshaft.
Im Video oben spricht Staatsanwalt Henriksbø über seinen Eindruck von Marius Borg Høiby.
Anwalt spricht über Marius Borg Høibys Gesundheitszustand
Wenige Tage bleiben seinen Verteidigern Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic um Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Der Freiheitsentzug sei „nicht verträglich“ für seinen Mandanten, sagte Sekulic gegenüber der norwegischen Zeitung VG. Eine medizinische Untersuchung sollte zu Beginn des Prozesses prüfen, ob Marius Borg Høiby verhandlungsfähig sei. Am 5. Februar sagte der Anwalt nun zu VG, es gehe seinem Mandanten besser. Er habe eine ausführliche Erklärung abgeben können, sei aber noch nicht ganz gesund. Er nehme Medikamente, mehr könne er dazu im Moment nicht sagen.
„Das Gericht geht von einer starken Wiederholungsgefahr aus“
Die Untersuchungshaft wurde angeordnet, nachdem Marius Borg Høiby wegen Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und dem Verstoß gegen eine einstweilige Verfügung festgenommen worden war. Gegenüber BUNTE.de sagte Strafrechtsexperte Patrick Lundevall-Unger: „Das Amtsgericht geht davon aus, dass wenn Marius Borg Høiby nicht in U-Haft sitzt, er weitere strafbare Handlungen begeht, während die Hauptverhandlung momentan in Oslo läuft. Das ist natürlich auch das Gravierende, dass das Gericht von einer starken Wiederholungsgefahr von strafbaren Handlungen durch Marius Borg Høiby ausgeht.“
Marius Borg Høiby soll in den kommenden Tagen vernommen werden
Inwiefern die Festnahme den laufenden Prozess beeinflussen könnte, ist noch unklar. Marius‘ Verteidiger sagte zu VG: „Er wird in den nächsten Tagen vernommen.“ Details wollte er jedoch weder zu einem Krankenhausaufenthalt noch zur Festnahme abgeben. „Wir müssen uns nun auf die aktuellen Anklagen konzentrieren. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns mit allen anderen Dingen momentan nicht befassen können.“
Am 6. Februar wird sich Marius Borg Høiby voraussichtlich nicht vor Gericht äußern müssen, an diesem Prozesstag sollen weitere Zeugen gehört werden. Nach einem freien Montag folgen in der zweiten Woche dann weitere Zeugenaussagen hinter verschlossenen Türen.
- Marius Borg Høiby (29) steht seit dem 3. Februar vor Gericht
- Er ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit und Morten Borg, Stiefsohn von Kronprinz Haakon von Norwegen
- Für den Prozess am Bezirksgericht in Oslo sind 24 Prozesstage in sieben Wochen geplant, am 19. März erwarten wir das Urteil
- Marius Borg Høiby ist in 38 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung
- Das Anwaltsduo Ellen Holager Andenæs und Petar Sekulic vertritt Marius Borg Høiby in dem komplexen Prozess
- Das Gericht hat strenge Regeln für Medienvertreter aufgestellt, um die Privatsphäre der Geschädigten und des Angeklagten zu schützen
- BUNTE.de ist live vor Ort und berichtet vom Prozess gegen Marius Borg Høiby
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