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Lindsey Vonn: Keine Reue für Gegenwind im Netz

25. April 2026· Sabrina Kühn

Nach ihrer Beinverletzung bei Olympia musste sich die Skirennläuferin Lindsey Vonn online heftige Kritik anhören. Im Interview erklärt sie jetzt, warum sie sich zur Wehr setzte – und welche psychische Belastung die Zwangspause mit sich brachte.

Lindsey Vonn liegt mit einer schweren Beinverletzung im Krankenhaus, als die Kritik über sie hereinbricht. Während sie ans Bett gefesselt ist, sammeln sich in den sozialen Medien vorwürfsvolle Kommentare – viele Nutzer stellen ihr Comeback in Frage, andere kritisieren ihre Entscheidung, trotz gerissenen Kreuzbandes zu starten.

Der 41-Jährigen ist bewusst, dass sie manchmal zu häufig auf die Attacken reagiert hat. Doch Reue verspürt sie deswegen keine. "Manchmal muss man einfach für sich selbst einstehen", erklärt Vonn dem Magazin People. Besonders schwer fiel ihr die erzwungene Passivität: Für jemanden, dessen ganzes Leben auf körperlicher Stärke basiert, war die völlige Abhängigkeit von fremder Hilfe zermürbend. In dieser Phase litt sie auch unter depressiven Phasen und emotionalen Schwankungen.

Hinzu kam die Frustration über wohlmeinende Ratschläge von Menschen ohne Hochleistungssport-Erfahrung: "Es ist schwer, eine dicke Haut zu entwickeln, wenn vielleicht nur fünf Menschen auf der Welt verstehen, unter welchem Druck ich stand." Mittlerweile arbeitet Vonn mit Krücken an ihrem Comeback und plant bereits ihren Sommer. In etwa sechs Wochen hofft sie, wieder näher am Normalzustand zu sein.

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