ARD-Dokumentation: Guido Westerwelles Kampf gegen Leukämie
Eine neue ARD-Doku zeigt, wie der FDP-Politiker 2014 überraschend die Diagnose Leukämie erhielt – ohne vorherige Symptome. Sein Ehemann Michael Mronz berichtet von den schweren Jahren bis zu Westerwelles Tod 2016.
Die ARD zeigt ab Montag einen Dokumentarfilm über Guido Westerwelle, den früheren FDP-Vorsitzenden und Außenminister, der 2016 im Alter von 54 Jahren starb. Der Film beleuchtet sein politisches Erbe und seine private Geschichte – auch durch Aussagen seines Ehemannes Michael Mronz.
Die Leukämie-Diagnose kam für Westerwelle völlig überraschend. Nachdem er sich 2013 beim Joggen auf Mallorca verletzt hatte, entdeckten Ärzte bei Routineuntersuchungen zur geplanten Operation die Bluterkrankung. Mronz betont im Film: "Guido hatte keine Symptome, nicht eins." Die Krankheit veränderte das Leben des ehrgeizigen Politikers grundlegend – von einem Tag auf den anderen musste er sich als vulnerabel erleben.
Die Stammzellentherapie, die Westerwelle unterzog, zehrte an seinen Kräften erheblich. Ein erster Spender sprang ab, ein zweiter Versuch war erfolgreich, hinterließ den Patienten aber völlig erschöpft. Trotz aller Widrigkeiten beschreibt Mronz, wie die Krankheit Westerwelle auch menschlich veränderte und ihm ermöglichte, seine sonst streng abgeschottete Privatsphäre teilweise zu öffnen.