Neue Ermittlungen gegen Prinz Andrew
Die Londoner Polizei weitet ihre Untersuchungen gegen den britischen Prinzen aus. Im Fokus stehen Vorwürfe, dass seine Sicherheitskräfte eine gerichtliche Zustellung blockiert haben sollen.
Der Skandal um Prinz Andrew (65) nimmt neue Züge an. Die Londoner Polizei prüft nach Medienberichten nun erweiterte Ermittlungen gegen den Bruder von König Charles. Grund sind Anschuldigungen, wonach Andrews Sicherheitsbeamte im August 2021 gezielt verhindert haben sollen, dass ihm Gerichtsdokumente von Virginia Giuffre zugestellt werden.
Nach Gerichtsakten, die dem Sender Channel 4 vorliegen, soll ein Gerichtsvollzieher einen Zivilprozess gegen Andrew zustellen wollen. Die Sicherheitskräfte hätten dies jedoch blockiert und seien der Aussage zufolge sogar im Voraus instruiert worden, keine Gerichtspapiere entgegenzunehmen. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass die Behörden das Vorgehen überprüfen und entscheiden, ob weitergehende Untersuchungen nötig sind.
Die Zivilklage konnte einen Tag später dann doch noch zugestellt werden. Sie wurde später durch eine Millionenzahlung Andrews außergerichtlich beigelegt. Bereits früher waren gegen den Prinzen Missbrauchsvorwürfe laut geworden und die Polizei hatte untersucht, ob er seinen Leibwächter zum Beschaffen vertraulicher Informationen beauftragt hatte.