Ermittlungen gegen Prinz Andrew wegen mutmaßlicher Manipulation
Die Londoner Polizei untersucht neue Vorwürfe gegen den königlichen Bruder. Er soll persönliche Daten einer Zeugin im Epstein-Fall beschafft haben. Experten warnen vor drakonischen Strafen.
Prinz Andrew gerät erneut in juristische Schwierigkeiten. Wie die britische Polizei bestätigt hat, prüft sie aktuelle Hinweise auf mögliche Beeinflussungsversuche durch den 65-Jährigen. Konkret geht es um den Verdacht, dass er seinen Leibwächter beauftragt haben soll, vertrauliche Informationen über Virginia Giuffre zu sammeln – eine zentrale Zeugin im Skandal um Financier Jeffrey Epstein.
Durchgesickerte E-Mails sollen belegen, dass Andrew Giuffres Geburtsdatum und ihre US-Sozialversicherungsnummer weitergegeben haben könnte. Ein auf Epstein-Fälle spezialisierter Anwalt warnt vor schweren Konsequenzen: Die mögliche Strafe könnte bis zu 15 Jahren Gefängnis betragen. Sollte ein Anfangsverdacht erhärtet werden, wäre Andrew das erste Mitglied der königlichen Familie seit zwei Dekaden, gegen das formell ermittelt wird.
Rechtsexperten und Anwälte von Epstein-Opfern fordern jetzt schnelles Handeln sowohl britischer als auch amerikanischer Behörden. Sie betonen, dass die Ermittlungen zeigen, dass niemand – unabhängig von seinem Status – über dem Gesetz stehen darf.