Neue Zahlen: Norweger wollen Mette-Marit nicht mehr als Königin

Neue Zahlen: Norweger wollen Mette-Marit nicht mehr als Königin
„Folgen des Schweigens“

Norweger wollen Mette-Marit nicht mehr als Königin

von Nadine Miller

07.03.2026, 08:57 Uhr

07. März 2026 um 08:57 Uhr

Nach den Epstein-Enthüllungen schwindet laut Umfragen das Vertrauen der Norweger in Kronprinzessin Mette-Marit immer weiter.

  • Im Video oben erfahrt ihr, wieso es zwischen Mette-Marit und Haakon kriseln soll.

Etwas mehr als ein Monat nach der Veröffentlichung der umfangreichen Kontakte von Kronprinzessin Mette-Marit (52) zu dem verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) steht die norwegische Kronprinzessin weiterhin vor einem erheblichen Vertrauensproblem. Neue Umfragen zeigen deutlich, dass viele Norweger inzwischen Zweifel daran hegen, ob sie tatsächlich eines Tages Königin werden sollte.

Norweger haben kein Vertrauen mehr in Mette-Marit

Die norwegische Zeitung „VG“ ließ Ende Februar 2026 eine Umfrage unter 1.068 Personen durchführen. Das Ergebnis war eindeutig: Nur 29,4 Prozent befürworten, dass Mette-Marit die Krone übernehmen kann, während 47,1 Prozent dies ablehnen und 22,6 Prozent unschlüssig sind.

Eine ähnliche Befragung, die „Nettavisen“ beim Marktforschungsinstitut „InFact“ in Auftrag gegeben hatte, ergab Anfang März, dass 46,2 Prozent gegen eine zukünftige Königin Mette-Marit stimmten, 24,3 Prozent unentschlossen waren und lediglich 29,5 Prozent ihre Unterstützung aufrechterhielten.

Expertin über Kronprinzessin: „Nun sehen wir die Folgen des Schweigens“

Vegard Jarness, Soziologe und Leiter der Analyseabteilung bei InFact, sieht die Ergebnisse im direkten Zusammenhang mit den jüngsten Skandalen um die Kronprinzessin: „Diese Zahlen sind im Kontext des Epstein-Falls und des Strafverfahrens gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby zu sehen. Die negative Bewertung ihres Umgangs mit den kontroversen Fällen könnte die Einstellung der Öffentlichkeit zu ihrer zukünftigen Rolle beeinflusst haben.“

Die Mehrheit der Norweger beurteilten in einer anderen Umfrage Mette-Marits Umgang mit dem Epstein-Skandal kritisch: 62 Prozent halten ihr Verhalten für schlecht oder sehr schlecht, nur neun Prozent sehen es positiv. 13,2 Prozent sind unentschlossen. Laut Jarness zeige das die starke Skepsis der Bevölkerung. Das führe dazu, so der Soziologe, dass die Kronprinzessin in dieser Situation „ein umfassendes Vertrauensproblem“ habe.

Auch Adelsexpertin Tove Taalesen von „Nettavisen“ beurteilt die Lage kritisch: „Nun sehen wir die Folgen des Schweigens. Nun ist es an der Zeit, dass Mette-Marit aus ihrem Versteck tritt und Verantwortung übernimmt. Ich beginne zu bezweifeln, ob es noch zu retten ist. Die Zahlen zeigen, dass sich das norwegische Volk nicht täuschen lässt.“

Mette-Marit von Norwegen und Haakon von Norwegen am 12. September 2024

Mette-Marit von Norwegen und Haakon von Norwegen am 12. September 2024 Photo by Rune Hellestad – Corbis/Getty Images

Norwegisches Königshaus schweigt bisher

Anfang Februar 2026 erklärte Kronprinz Haakon (52) bei einem offiziellen Termin in Oslo, dass Mette‑Marit derzeit nicht über die Vorwürfe und die Epstein‑Affäre sprechen könne und dürfe, da sie Zeit brauche, um sich zu sammeln und eine umfassendere Erklärung vorzubereiten. Er betonte zugleich, wie wichtig die Familie ihm sei und dass Mette‑Marit die öffentliche Aufmerksamkeit verstehe, es aber momentan nicht möglich sei, detailliert Auskunft zu geben.

Aktuelle Umfragen aus Norwegen machen klar, dass das Schweigen der Königsfamilie offenbar keine vorteilhafte Taktik war.

Mit Material von Dana Press

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