Anwältin statt Familie: Wer Marius Borg Høiby bei Urteilsverkündung beistand
Der norwegische Prinzensohn verfolgte seine Urteilsverkündung per Videolink aus dem Gefängnis – nicht allein, aber ohne Familienangehörige an seiner Seite.
Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, hat die Verkündung seines Urteils nicht im Gerichtssaal, sondern aus dem Gefängnis per Videoschalte verfolgt. Wie norwegische Medien berichten, war die Anwältin Anna Nielsen von der Kanzlei des Beschuldigten während der Urteilsfindung an seiner Seite – nicht jedoch Familienangehörige oder die Kronprinzessin selbst.
Høibys Verteidigungsteam hatte zuvor mitgeteilt, dass der Angeklagte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich vor Gericht erscheinen könne. Nielsen, die bereits während des Prozesses im Gerichtssaal präsent war, begleitete ihren Mandanten daraufhin ins Gefängnis. Die beiden Hauptverteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs vertraten seine Interessen hingegen unmittelbar im Gerichtssaal.
Das Gericht sprach Høiby schuldig, mehrere Frauen vergewaltigt zu haben, darunter auch schlafende Opfer. Die Richter verhängten eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten sowie Schadensersatzzahlungen in Höhe von etwa 58.000 Euro an vier Frauen. In zwei weiteren Vergewaltigungsfällen wurde der Prinzensohn freigesprochen.