Norwegische Royals sind so unbeliebt wie nie
Der norwegische Sender „NRK“ hat neue, ernüchternde Umfragezahlen zur Königsfamilie veröffentlicht: Die Unterstützung für die Monarchie nimmt weiter ab.
- Im Video oben seht ihr Haralds Geburtstagsporträt.
Am Samstag (21. Februar) wurde König Harald von Norwegen 89 Jahre alt. Zu seinem Geburtstag veröffentlichte der Hof ein neues Bild, das ihn gemeinsam mit seinen beiden Thronfolgern, Kronprinz Haakon (52) und Prinzessin Ingrid Alexandra (22), zeigt.
Zeitgleich machte der Sender „NRK“ aktuelle Umfragewerte publik, die für die Monarchie alles andere als erfreulich ausfielen.
Norwegische Monarchie noch nie so unbeliebt
Die Dauerkrisen innerhalb der norwegischen Königsfamilie schlagen sich in der öffentlichen Meinung nieder. Laut einer zwischen dem 17. und 19. Februar unter 1.009 Norwegern durchgeführten NRK-Umfrage unterstützen nur noch 60 Prozent die Monarchie – ein deutlicher Rückgang gegenüber 70 Prozent im Januar und 66 Prozent Anfang Februar. Es ist der niedrigste Wert, den das Daten-Portal „Norstat“ je für „NRK“ gemessen hat. Gleichzeitig stieg der Anteil der Befragten, die sich eine andere Staatsform wünschen, auf 27 Prozent.
Persönlich genießt König Harald jedoch weiterhin großes Vertrauen. Auf einer Skala von 1 bis 10 erreicht er im Schnitt 9,2 Punkte, Königin Sonja (86) kommt auf 8,6. Kronprinz Haakon erhält 7,9 Punkte. Besonders drastisch ist hingegen der Einbruch bei Kronprinzessin Mette-Marit (52), deren Wert sich von 7,4 auf 3,7 nahezu halbierte. Prinzessin Märtha Louise (54) liegt mit 3,1 Punkten noch darunter. Prinzessin Ingrid Alexandra erzielt 7,3 Punkte, allerdings ebenfalls weniger als bei der vorherigen Befragung.

„Handelt sich um einen dramatischen Rückgang“
Harald Stanghelle, Autor und Kommentator bei der norwegischen Zeitung „Aftenposten“, ordnet die Zahlen ein: „Aus Sicht des Königshauses ist dies natürlich beunruhigend“, sagt er. „Es handelt sich um einen dramatischen Rückgang, da die Abnahme innerhalb kurzer Zeit so groß ist.“
Zugleich stellt er klar: „Es handelt sich nicht um eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Art und Weise, wie der König seine königlichen Pflichten erfüllt. Das sehen wir, wenn man es auf einzelne Personen herunterbricht.“

Königsfamilie in zu vielen Skandalen verwickelt
In Norwegen reißen die Schlagzeilen rund um das Königshaus nicht ab: Seit Jahren sorgt Prinzessin Märtha Louise mit Ehemann Durek Verrett (51) für Diskussionen, seit Sommer 2024 steht Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29) wegen zahlreicher mutmaßlicher Straftaten im Fokus. Seit dem 3. Februar 2026 läuft sein Prozess vor dem Osloer Gericht, in dem ihm unter anderem vier Vergewaltigungen und häusliche Gewalt vorgeworfen werden.
Ende Januar 2026 geriet Kronprinzessin Mette-Marit massiv unter Druck, nachdem weitere Teile der sogenannten Epstein-Akten veröffentlicht worden waren. Aus den Dokumenten geht hervor, dass ihr Kontakt zu Jeffrey Epstein (†66) offenbar deutlich enger und umfangreicher war, als zuvor öffentlich dargestellt worden war.
Ihr Name taucht in den neu freigegebenen Unterlagen mehr als tausend Mal auf. Darüber hinaus dokumentieren die Akten einen intensiven E-Mail-Verkehr zwischen ihr und dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter. Auch ein Besuch in Epsteins berüchtigter Villa in Palm Beach wird in den Unterlagen erwähnt.
Die Enthüllungen lösten sowohl in Norwegen als auch international neue Diskussionen aus und verstärkten den Druck auf das Königshaus. Kritiker fordern seitdem mehr Transparenz darüber, wie eng die Verbindung tatsächlich war und warum der Umfang der Kontakte zunächst anders dargestellt wurde.
Mit Material von Dana Press
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