Oliver Pocher vor Gericht: Strafprozess wegen Influencerin-Vorwürfe
Der Konflikt zwischen Comedian Oliver Pocher und Influencerin Anne Wünsche eskaliert: Ab Donnerstag muss sich Pocher in Köln vor Gericht wegen übler Nachrede verantworten. Im schlimmsten Fall droht ihm Haft.
Oliver Pocher steht ab Donnerstag vor dem Kölner Amtsgericht – ein neuer Höhepunkt in dem langjährigen Streit mit der Influencerin Anne Wünsche. Der Vorwurf lautet üble Nachrede. Der Comedian muss mit Konsequenzen rechnen: bis zu einem Jahr Haft oder erhebliche Geldstrafen sind möglich.
Ausgangspunkt sind zwei Clips aus Pochers Serie "Bildschirmkontrolle" von 2020. Darin hatte der Comedian Wünsche beschuldigt, Likes und tausende Herz-Emojis gekauft zu haben. Laut Gericht überschritt Pocher damit die Grenze zwischen Satire und konkreten Tatsachenbehauptungen – die sich später nicht beweisen ließen. Selbst ein von ihm genannter Zeuge konnte die Vorwürfe nicht unterstützen.
Wünsche berichtete, wie sehr die jahrelangen öffentlichen Anschuldigungen ihr Leben belastet haben: von sozialer Isolation über Schlaflosigkeit bis hin zu existenziellen Ängsten. In einem vorangegangenen Zivilprozess lehnte das Gericht Schadensersatz allerdings ab – Pochers Aussagen reichten dafür nicht aus. Beiden Seiten steht eine Berufung offen.