Prinz Harry spricht über Gefühl der „Entfremdung“ mit Archie

Prinz Harry spricht über Gefühl der „Entfremdung“ mit Archie
Ehrliche Worte übers Vatersein

Prinz Harry spricht über Gefühl der „Entfremdung“ mit Archie

von Nadine Miller

15.04.2026, 10:11 Uhr

15. April 2026 um 10:11 Uhr

Prinz Harry spricht bei seiner Australien-Reise über frühe Vatergefühle und das Gefühl der „Entfremdung“ nach der Geburt seines Sohnes Archie.

Bei einem Besuch der Männergesundheitsorganisation „Movember“ in Melbourne gab Prinz Harry (41) sehr persönliche Einblicke in sein Leben als Vater und sprach offen über eigene Herausforderungen.

Prinz Harry: „Meine Frau war diejenige, die das Leben erschuf“

Rückblickend auf seine ersten Tage als Vater von Sohn Archie (6) erklärte Prinz Harry, dass er sich zeitweise „entfremdet“ gefühlt habe.

Er sagte laut britischem „Mirror„: „Meine Frau war diejenige, die das Leben erschuf, und ich war dabei, um es mitzuerleben. Und ich denke, wie viele Männer versucht man, darüber nachzudenken, welchen Dienst kann ich zu diesem Zeitpunkt leisten, weil meine Arbeit hier bis zu einem gewissen Grad getan ist.“

Auch die Intensität der ersten Zeit verschwieg er nicht: „Diese Tage, Wochen nach der Geburt, sind ein echter Kampf.“

Der Prinz fuhr fort zu erklären, wie dieses anfängliche Gefühl der Unsicherheit sich verändern könne, insbesondere mit der richtigen emotionalen Wahrnehmung: „Und wenn es dann wieder ankommt, denke ich, dass der wichtigste Tipp, den ich von meinem Therapeuten in Großbritannien bekommen habe, war, einfach bewusst zu sein, wie man sich fühlt, sobald das Baby geboren ist“, so Prinz Harry im Gespräch.

Herzogin Meghan und Prinz Harry während ihrer Australien-Reise am 14. April 2026

Herzogin Meghan und Prinz Harry während ihrer Australien-Reise am 14. April 2026 Photo by Jonathan Brady / POOL / AFP via Getty Images

Meghans Mann setzt sich für psychische Gesundheit ein

Im Interview hob Herzogin Meghans (44) Mann die Bedeutung von Therapie für sein eigenes Wohlbefinden hervor: „Ich wusste, dass ich Dinge aus der Vergangenheit hatte, mit denen ich mich auseinandersetzen musste. Für mich gibt es das Element, die Therapie zu wählen, weil man etwas hat oder denkt, es gibt etwas, das repariert werden muss.“

Weiter mahnt er mit den Worten: „Es gibt auch noch die andere Therapie, die vorbeugend ist und dem voraus ist. Du musst nicht warten, bis du in Fötusstellung auf dem Küchenboden liegst.“

Prinz Harry während seiner Australien-Reise am 15. April 2026

Prinz Harry während seiner Australien-Reise am 15. April 2026 Photo by Jonathan Brady-Pool/Getty Images

Vatersein ist für Harry ein Entwicklungsprozess

Die Elternschaft beschrieb Prinz Harry im Gespräch als einen fortlaufenden Entwicklungsprozess: „Ich sehe, wie sich Elternschaft mit der Zeit weiterentwickelt. Ich denke, das war schon immer so, genauso wie aus meiner Sicht unsere Kinder unser Upgrade sind.“

Weiter erklärte er: „So habe ich es nicht gelernt, aber das war meine Sicht darauf – nicht, dass ich eine Verbesserung meines Vaters war oder dass meine Kinder eine Verbesserung von mir sind. Das ist mein Ansatz, um zu wissen, dass die Kinder, die wir in der heutigen Welt großziehen, ein Upgrade sein müssen.“

Harry und Meghan zu Besuch in Australien

Der Besuch von Prinz Harry fand im Rahmen der Australienreise statt, die er gemeinsam mit seiner Frau Meghan unternimmt.

Vor dem Termin hatten die beiden bereits ein Kinderkrankenhaus besucht, sich dort mit jungen Patientinnen und Patienten ausgetauscht und später gemeinsam mit Veteranenfamilien an einer kreativen Töpferaktivität teilgenommen.

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