Familientherapeutin belastet Vater von Christina Blocks Kindern schwer
Im neuen Jahr geht der Prozess um die Entführung der Block-Kinder in die nächste Runde. Bereits am ersten Verhandlungstag liefert eine Zeugin belastende Aussagen gegen den Vater der Kinder.
Trotz des Schneechaos im Norden Deutschlands begann der erste Verhandlungstag im neuen Jahr im Prozess um die entführten Block-Kinder am Donnerstag (8. Januar) planmäßig. Laut „Focus online“ trat als erste Zeugin die Familientherapeutin Mareike W. auf, die im Frühjahr 2021 erstmals mit Johanna, der ältesten Tochter von Christina Block, in Kontakt gekommen war.
Dabei belastet W. den Vater der Kinder, Stephan Hensel, schwer.
Familientherapeutin spricht von „aktiver Entfremdung von der Mutter“ im Block-Prozess
Die Familientherapeutin schilderte das Verhältnis der beiden Elternteile als „sehr zerrüttet“. Die Kommunikation in Fragen zum Umgang mit den Kindern erfolgte überwiegend über den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) und kaum direkt zwischen den Eltern. Ihrer Einschätzung nach lag dies auch an der fehlenden Kooperationsbereitschaft des Vaters.
„Bei Herrn Hensel war keine Bindungstoleranz erkennbar“, betont sie. Sie stellte jedoch klar, dass es sich dabei um ihre persönliche Einschätzung handele und nicht um ein Gutachten. Außerdem habe sie eine „aktive Entfremdung zur Mutter“ beobachtet.

Vater der Block-Kinder soll wichtigen Termin geschwänzt haben
Erstmals mit der Familie in Kontakt kam Mareike W., als die älteste Tochter Johanna den ASD darum bat, künftig beim Vater leben zu dürfen. Die Situation bei der Mutter empfand sie als „stressig“ und fühlte sich durch Vorschriften eingeengt. Mit der Zustimmung beider Eltern zog sie schließlich zu Stephan Hensel.
Bei den jüngeren Block-Kindern Klara und Theodor, die in der Silvesternacht 2023/24 entführt wurden, verlief es anders. Nach einem Umgangswochenende kehrten sie nicht zu ihrer Mutter zurück – entgegen der Empfehlung der Behörde. „Es ist im Sinne des Kindeswohls, dass die Kinder in ihren Lebensmittelpunkt zurückkehren“, lautete damals die Einschätzung des ASD.
Stephan Hensel habe diese Empfehlung jedoch ignoriert. „Ne, die Kinder bleiben hier!“, zitierte Zeugin W. laut „Focus online“ sinngemäß den Vater. Selbst das Hanseatische Oberlandesgericht hatte die Rückführung der jüngeren Kinder angeordnet. Einen Termin mit einem Kinderpsychologen in Hamburg ließ Hensel laut Zeugin platzen, weil er einen Vollzug der Gerichtsentscheidung befürchtete: „Das OLG hatte klar entschieden, die Kinder sollen zurück zur Mutter.“ Hätten sie deutschen Boden betreten, wäre dies die Grundlage für die Umsetzung der Entscheidung gewesen.




