Antoni Porowski verrät Geheimzutat – beim Kochen & in der Liebe
„Queer Eye”-Star Antoni Porowski stellt in seiner neuen Sendung die schönsten Orte der Welt vor. BUNTE.de traf ihn zum exklusiven Interview in einem davon: New York City.
Bei „Queer Eye” ist er der Spezialist fürs gute Essen. Auch in seiner neuen Sendung „Best of the World with Antoni Porowski” geht es um gute Küche – und um noch viel mehr. Was macht einen Ort zum besten der Welt? Diese Frage stellt sich Moderator Antoni Porowski (42) und zeigt uns ungewöhnliche, beeindruckende und schlicht herzerwärmende Seiten der Metropolen London, Paris, Mexico City und New York City vor. Hier traf BUNTE.de den sympathischen Kanadier zum exklusiven Interview. Genauer gesagt: auf Govenors Island, einer kleinen Insel vor Manhattan, die mit der Fähre innerhalb weniger Minuten erreichbar ist – und trotzdem ein echter Geheimtipp.
„Queer Eye”-Star Antoni Porowski verrät Geheimtipps für New York
Auch in der Sendung kommt sie vor. Was würde Antoni New-York-Touristen noch ans Herz legen für einen Besuch, neben den typischen Sehenswürdigkeiten? „Wenn man rechts vom IFC-Kino schaut, ist da dieses winzig kleine Schlüsselloch – da kann man durchgucken und sehen, wie im Kino ein Indie-Film läuft. In SoHo, beim Elizabeth Street Garden, gibt es auch ein Guckloch, wenn man da durchschaut, kann man die Schafe sehen, die dort gehalten werden.” Schafe in New York? Ähnlich überraschend sind auch einige der Tipps, die der Moderator in seiner Sendung präsentiert – wie das Mobilier National in Paris, Glamping mit Blick auf die Freiheitsstatue auf Govenors Island oder das „Quetzalcoatl’s Nest”-Gebäude in Mexico City.
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„Man probiert und merkt, hinter jedem Gericht steckt eine persönliche Geschichte”
Doch zurück zu seinen New-York-Tipps: „Ich weiß, viele bekommen hier erstmal einen Kulturschock”, so der Kanadier, der seit vielen Jahren in NYC zuhause ist. Darum rät er – egal, wohin man reist – sich zwischen dem Sightseeing je mehrere Stunden Zeit zu nehmen, um einfach mit offenen Augen durch die Stadt zu schlendern. Für ihn die beste Art und Weise, Neues zu entdecken. Was „das Beste” einer Stadt ausmacht, komme dabei aber total auf den Reisenden an, denn es könne für jeden etwas anderes bedeuten. Für ihn selbst seien die Menschen das, was einen Ort ausmache. In Paris sei ihm so besonders die Chef-Butlerin des Hôtel de Crillon in Erinnerung geblieben, die in die französische Metropole gezogen war, weil ein Céline-Dion-Konzert sie dazu inspiriert hatte. In New York blieb ihm Lady Pink hängen, eine Streetart-Künstlerin, die ihm die Augen für diese Form der Kunst und ihre Community geöffnet hat. In Mexico City habe ihn die Köchin Elena Reygadas besonders berührt, die dort das Restaurant Rosetta betreibt: „Man probiert ihr Essen und merkt, hinter jedem Gericht steckt eine persönliche Geschichte.” Mit Elena ist Antoni auch nach Dreh für die Sendung in Kontakt geblieben. Essen sei für ihn ein so emotionales Thema, weil er es mit seinen glücklichsten Kindheitserinnerungen verbindet. „Am Tisch waren wir einfach eine Familie.” Diese Momente versucht er nun auch für andere zu rekreieren, wenn er für sie kocht.
Der „Best of the World”-Moderator ist ein Möbel-Nerd
Und weil auch Reisen etwas ganz Persönliches ist, lautet Antonis Tipp für einen erfüllenden Trip, sich danach zu richten, was einen selbst besonders interessiert. „Manchmal bin ich abenteuerlustig, manchmal bin ich faul und geh zu den üblichen Attraktionen. Aber man sollte immer drüber nachdenken, was die eigenen Interessen sind“, rät er und erklärt: „Ich bin zum Beispiel ein absoluter Möbel-Nerd, das war schon immer eine persönliche Leidenschaft von mir.” Darum habe er auch darauf bestanden, das Mobilier National in Paris in die Show einzubauen. Hier werden Möbel gelagert, restauriert und für öffentliche Gebäude breitgestellt – doch man kann es auch wie ein Museum besuchen. Und so wie er könne jeder schauen, wie seine eigenen Interessensgebiete dort widergespiegelt werden, wo man hinreist. ”Auf diese Weise kann man unglaubliche Dinge entdecken“, findet er. „Wenn man so gezielt sucht, findet man Menschen, die voller Leidenschaft für das sind, was sie tun und man kann die Leidenschaft mit ihnen teilen.”
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Neugierde ist das Wichtigste beim Reisen
Und so ist seine Geheimzutat für erfolgreiches Reisen (neben der Chai-Tee-Duftkerze, die er immer dabei hat, weil sie ihn an sein Zuhause erinnert) ganz simpel: Neugierde. „Ich glaube, das kann ich so für alle Bereiche meines Lebens sagen.” Man könne noch so ein gutes Konzept machen, aber wenn man vor Ort ist, seien vor allem Großstädte doch viel komplexer als man sich vorstellt. Neugierde helfe dabei, offen zu bleiben und der Kultur vor Ort respektvoll zu begegnen, Fragen zu stellen und sich einzulassen. „Sich auseinanderzusetzen macht dich zum besseren Menschen und das Gegenüber fühlt sich gesehen und gewertschätzt.”
„Für mich selbst zu kochen ist eine der größten Herausforderungen in meinem Leben”
Beim Kochen wiederum käme es nicht auf das eine Gewürz oder eine bestimmte Zutat an. Vielmehr versuche er, mehr über denjenigen, der gekocht hat, heraus zu finden – oder denjenigen, für den er kocht. „Für mich selbst zu kochen ist eine der größten Herausforderungen in meinem Leben”, sagt Antoni. „Ich bin nicht gut darin. Ich mach mir meist Eier oder Cracker mit Käse. Aber ich arbeite dran”, sagt er und lacht. Wenn er für andere koche, erzählt er, frage er, was derjenige lange nicht gegessen hat oder ob es ein Gericht aus der Kindheit gibt, dass der oder die Bekochte vermisst. So habe sich eine Freundin kürzlich Phở Gà von ihm gewünscht, bevor sie eine Weile verreist – das traditionelle Zubereiten der vietnamesischen Hühnersuppe habe anderthalb Tage gedauert, doch habe er sehr viel währenddessen gelernt. Über das vietnamesische Kochen und die Nuancen und die Menschen dahinter. Man müsse immer mit Liebe kochen. „Wenn man sich die Zeit nimmt, dann merkt der andere das auch.”
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Antoni verrät seine Geheimzutat für eine glückliche Beziehung
Apropos, seine Geheimzutat in der Liebe? Kommunikation – und auch hier: Neugierde. Wenn man versuche, sich gegenseitig zu verstehen und statt sich bei Konflikten zurückzuziehen, zu fragen, wie der andere fühlt und warum, verbinde dies. „Wir sind alle unterschiedlich. Wir haben die gleichen Gefühle, aber unterschiedliche Erfahrungen. Das macht uns einzigartig. Nur weil ich etwas auf bestimmte Art sehe, tut mein Gegenüber das nicht. Das habe ich auch in zehn Staffeln ‚Queer Eye‘ gelernt.” Man müsse nicht immer einer Meinung sein, aber zu verstehen, warum jemand ist, wie er ist, helfe beim respektvollen Umgang miteinander. Wie liebevoll der mit seinem Partner, dem Fitnesstrainer und Yogalehrer Zacharias Niedzwiecki ist, kann man übrigens auch in Antonis neuer Sendung sehen. Hier läuft Zacharias in der New-York-Folge den Marathon – und sein Freund feuert ihn an.
Die Doku-Serie „Best of the World mit Antoni Porowski” startet am Montag, den 8. Juni, um 20:15 Uhr und läuft immer montags als Double Feature auf National Geographic. Zudem kann man sie ab 8. Juni auch auf Disney+ streamen.



