Spike Lee verteidigt Michael-Jackson-Film gegen Vorwürfe
Der Regisseur sieht keine Kritik am Biopic "Michael" berechtigt. Die Handlung ende 1988 – Jahre vor den Missbrauchsvorwürfen. Der Film spielt weltweit über 400 Millionen Dollar ein.
Das Biopic "Michael" wird derzeit von Publikum und Kritikern kontrovers diskutiert. Der Film erzählt die Aufstiegsgeschichte des Pop-Superstars und wird von vielen als zu unkritisch wahrgenommen, da die späteren Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson nicht thematisiert werden.
Regisseur Spike Lee nimmt den Film gegen diese Vorwürfe in Schutz. In einem Interview mit CNN weist der Oscar-Preisträger darauf hin, dass die Filmhandlung im Jahr 1988 endet – also Jahre bevor die Missbrauchsvorwürfe erstmals öffentlich wurden. "Man kritisiert den Film für etwas, das man in ihm vermisst, das aber nicht auf seine Zeitachse passt", erklärte der 69-Jährige. Lee betont zudem, dass er selbst mit Michael Jackson zusammengearbeitet habe und ihn als "wunderbaren Menschen" beschreibe.
Das Biopic mit Jaafar Jeremiah Jackson in der Hauptrolle ist ein großer kommerzieller Erfolg: Weltweit hat der Film bereits über 400 Millionen Dollar eingespielt. Die ursprüngliche Drehbuchfassung sollte bis 1993 reichen, wurde aber gekürzt, um Szenen der geplanten Missbrauchsdarstellung zu entfernen.