Ruth Moschner gewinnt Prozess gegen Hasser im Netz
Die TV-Moderatorin Ruth Moschner hat sich gegen einen Mann durchgesetzt, der sie in sozialen Medien beleidigt hatte. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe.
Ein Hasskommentar im Internet hat für einen Mann nun finanzielle Konsequenzen. Ruth Moschner zeigte einen Nutzer an, der sie auf Facebook sexistisch beleidigt hatte. Nach 14 Monaten Wartezeit liegt nun das Urteil vor: Der Mann muss 750 Euro Geldstrafe zahlen und trägt zusätzlich die Gerichtskosten.
Moschner teilte die Entscheidung auf ihrem Instagram-Profil und sprach von einem Sieg gegen Online-Hass. Dabei betonte sie ihre Zusammenarbeit mit der Organisation HateAid, die Betroffene von Hasskommentaren unterstützt. Allerdings kritisierte die 49-jährige Moderatorin auch das Justizsystem und beschrieb das lange Verfahren als anstrengend.
Moschner nutzte ihren Fall, um grundsätzliche Missstände anzuprangern. Sie fordert schnellere und einfachere Verfahren gegen Netzhass und kritisiert, dass Social-Media-Plattformen von diesem Hass profitieren, während die rechtliche Verfolgung langwierig bleibt.