Massive Kritik an "Traumschiff"-Neujahrsfolge wegen Suizid-Darstellung
Die ZDF-Serie behandelt erstmals das Thema Suizid – doch Zuschauer werfen dem Sender vor, das sensible Thema unangemessen leicht zu nehmen und in komische Szenen zu verpacken.
Die Neujahrsfolge des "Traumschiffs" hat für massive Empörung unter den Zuschauern gesorgt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Klassiker-Serie wird das Thema Suizid behandelt – ein deutlicher Bruch mit dem bisherigen Format, das normalerweise mit exotischen Reisebildern und Happy Ends aufwartet.
In der umstrittenen Episode planen gleich drei Personen, ihr Leben zu beenden. Doch statt diese schwierige Thematik ernsthaft zu behandeln, vermischt die Produktion die Szenen mit typischen "Traumschiff"-Elementen wie Safari-Ausflügen und Flirtgeschichten. Nutzer in sozialen Medien kritisieren besonders die Dialogpassagen, in denen die Suizidabsichten in einem Tonfall behandelt werden, der zwischen düsterer Spannung und Leichtigkeit wechselt. Viele Zuschauer fühlen sich von diesem Umgang mit einem sensiblen Thema abgestoßen und werfen dem ZDF "Verantwortungslosigkeit" vor.
Das ZDF begründet die Handlung damit, dass die Serie das Leben in all seinen Facetten zeigen wolle. Am Ende der Folge werden die drei Charaktere von ihren Plänen abgebracht und einigen sich sogar darauf, sich in einem Jahr erneut zu treffen – um dann neu zu entscheiden. Das ZDF blendete vor dem Abspann allerdings Hinweise auf Hilfsangebote für Menschen mit Suizidgedanken ein.