Der australische Radprofi Rohan Dennis (35) hat sich nach Monaten des Schweigens über den Tod seiner Frau Melissa Hoskins geäußert und macht die Medien für eine angeblich falsche Darstellung der Ereignisse verantwortlich. In einem Instagram-Post betonte der 35-Jährige, dass es sich bei dem Vorfall im Dezember 2023 um einen Unfall gehandelt habe. Melissa war bei einer Auseinandersetzung mit ihrem Mann auf die Motorhaube seines Wagens gesprungen, als dieser versuchte wegzufahren und wurde tödlich verletzt. „Ja, es war ein Unfall. Ich liebte Melissa und das Letzte, was ich jemals wollte, war, sie zu verletzen“, schrieb Rohan in seinem Beitrag vom 6. April. Er erklärte weiter, dass ihm niemals physische Gewalt in Meinungsverschiedenheiten mit seiner Frau in den Sinn gekommen sei.
In seinem Statement warf der Sportler den Medien vor, bewusst eine „falsche Geschichte“ über ihn verbreitet zu haben, um ihn als gewalttätigen Ehemann darzustellen. „Das Narrativ, mit dem die Medien gelaufen sind, machte klar, dass sie wollten, dass ich wie ein Ehemann aussehe, der seine Frau misshandelt hat“, klagte Rohan an. Er behauptete zudem, dass Journalisten seine Familie nach Melissas Tod weiterhin verfolgt und belästigt hätten. Bereits 24 Stunden nach der Beerdigung seiner Frau seien er und seine Familie am Flughafen von Reportern empfangen worden, die ihm vor seiner zweijährigen Tochter unangemessene Fragen gestellt hätten. „Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass du die Mutter deiner beiden Kinder getötet hast und sie ihre Mutter nie wieder sehen werden? Bist du ein Mörder?“, habe man ihm ins Gesicht geschrien.
Im Juni 2025 war Rohan zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr, vier Monaten und 28 Tagen verurteilt worden, nachdem er sich der fahrlässigen Gefährdung schuldig bekannt hatte. Zusätzlich wurde ein Fahrverbot gegen den Radsportler verhängt. Er wurde strafrechtlich nicht für den Tod seiner Frau zur Verantwortung gezogen. Mit Melissa, die ebenfalls Olympia-Radsportlerin war, hat Rohan zwei gemeinsame Kinder. In den sozialen Medien sorgte der Sportler zuletzt im März für Kontroversen, als er Fotos seines Fahrrads und seines Porsche teilte und sie als „absolute Waffe“ bezeichnete. Einen Tag später reagierte er auf die Aufregung mit einem Foto seiner beiden Kinder auf Fahrrädern und schrieb dazu: „Zwei absolute Waffen.“



