So kämpft Matthias Koeberlin mit seiner Angst im Alltag und am Set

So kämpft Matthias Koeberlin mit seiner Angst im Alltag und am Set
„Die Toten vom Bodensee“-Star

So kämpft Matthias Koeberlin mit seiner Angst im Alltag und am Set

von spot on news

14.04.2026, 12:14 Uhr

14. April 2026 um 12:14 Uhr

Der neue Fall der ZDF-Reihe „Die Toten vom Bodensee“ fordert Matthias Koeberlin nicht nur schauspielerisch. Er wird auch mit seiner Höhenangst konfrontiert.

Matthias Koeberlin leidet seit Kindheit an Höhenangst

„Die Höhenangst begleitet mich, solange ich denken kann. Ich habe das Gefühl, dass sie mit den Jahren zunimmt“, verrät er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news. Im Privatleben versucht er Höhen konsequent zu meiden – am Set gelingt ihm das nicht.

Im aktuellen „Die Toten vom Bodensee“-Film teilt Koeberlin seine Höhenangst mit der Figur Micha Oberländer. Das beeinflusst auch seine Arbeit vor der Kamera.

Matthias Koeberlin: Es ist enorm hilfreich, wenn die Figur, die man spielt, mit der gleichen Angst kämpft wie man selbst. Man kann es benutzen und der Szene hinzufügen. Die private Herausforderung wird dadurch allerdings nur minimal gemindert. (lacht)

Auf die Frage, seit wann ihn die Furcht vor der Höhe begleitet und wie sehr sie ihn einschränkt, sagt er, sie sei ein ständiger Begleiter.

Koeberlin: Die Höhenangst begleitet mich, solange ich denken kann. Ich habe das Gefühl, dass sie mit den Jahren zunimmt. Im Alltag gehe ich, wenn möglich, allem aus dem Weg, was mit dieser Angst zu tun hat. Die Berührung mit ihr findet eigentlich nur beruflich statt.

Drehbuch bringt Koeberlin an persönliche Grenzen

Als klar wird, dass er für „Schicksalsrad“ ins Riesenrad steigen muss, reagiert Koeberlin zurückhaltend. Der Kontakt mit Höhen im Beruf ist ihm nicht neu, angenehm ist er ihm trotzdem nicht.

Koeberlin: Es ist nicht das erste Mal gewesen, dass ich im Drehbuch mit Höhe konfrontiert werde. Die Freude darüber hält sich bei mir in engen Grenzen. Aber natürlich nehme ich die Herausforderung an und bereite mich mental darauf vor – im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Am Set zeigt das Team Rücksicht auf seine Angst. Die Dreharbeiten in der Höhe werden so effizient wie möglich organisiert.

Koeberlin: Da alle Beteiligten um meine Angst wissen, sind sie sehr gnädig und beschränken alles auf das absolut Nötigste. Von daher ist das Ganze in der Regel relativ schnell vollbracht.

Angst am Set „gut in den Griff“

Trotz der Höhenangst kann Koeberlin während der eigentlichen Szene professionell arbeiten. Schwieriger sind für ihn die Momente dazwischen.

Koeberlin: Ich bekomme die Angst bei der reinen Arbeit ziemlich gut in den Griff. Schlimm sind nur die Momente außerhalb der Szene. Dann muss ich mich sehr konzentrieren. Vieles geht über die Atmung – und Humor ist immer hilfreich.

Kirmes mit dem Sohn: Achterbahn ohne Vater

Privat meidet der Schauspieler Fahrgeschäfte weitgehend, auch wenn er mit seinem Sohn gerne Volksfeste besucht. Bestimmte Attraktionen überlässt er aber ihm allein.

Koeberlin: Ich bin mit meinem Sohn immer gerne auf die Kirmes gegangen. Gewisse Fahrgeschäfte durfte er aber immer allein genießen. Niemand hat gerne einen ohnmächtigen Vater auf der Achterbahn neben sich. (lacht)

Ersten Auftritte hat Matthias Koeberin (r.) in der ARD-Reihe

Ersten Auftritte hat Matthias Koeberin (r.) in der ARD-Reihe „Tatort“, hier mit Thorsten Näter, Sabine Postel & Dieter Pfaff. Peter Bischoff / Freier Fotograf

Rückblickend auf drei Jahrzehnte Schauspielerei erinnert sich Koeberlin an zahlreiche körperlich fordernde Drehs. Besonders präsent bleiben ihm Dreharbeiten auf hoher See.

Koeberlin: In den 30 Jahren, in denen ich diesen Beruf ausüben durfte, waren viele herausfordernde Tage dabei. Da fällt es schwer sich festzulegen. Als besonders intensiv sind mir auf jeden Fall zwei komplette Drehtage auf dem offenen Meer in Kroatien in Erinnerung. Da musste ich in voller Montur schwimmen, tauchen und weiteres, alles bei ordentlichem Wellengang. Das war extrem anstrengend, müder bin ich selten ins Bett gefallen.

Zwölf Jahre „Die Toten vom Bodensee“: Kein Gedanke an Ausstieg

Seit 2014 steht Koeberlin für „Die Toten vom Bodensee“ vor der Kamera. Auch nach vielen Jahren empfindet er die Rolle des Oberländer nicht als auserzählt.

Koeberlin: Die Rolle Oberländer ist für mich auch nach zwölf Jahren immer noch spannend und erfüllend. Das ist nicht selbstverständlich. Wir finden immer wieder neue Wege, die Figur weiterzuentwickeln. Solange ich das Gefühl habe, dass die Figur nicht zu Ende erzählt ist, gibt es für mich auch keinen Grund, über einen Ausstieg nachzudenken.

Natürlich hinterfragt er sein berufliches Setting von Zeit zu Zeit, ein Abschied aus der Reihe steht aber nicht im Raum.

Koeberlin: Natürlich stellt man ab und an alles auf den Prüfstand, aber ein Ausstieg war für mich bisher nie ein Thema.

Matthias Koeberlin über Serientod

Für den Fall eines späteren Ausstiegs kann sich Koeberlin keinen großen Knalleffekt vorstellen. Laut inszenierte Serientode reizen ihn wenig.

Koeberlin: Ich bin gar kein großer Freund von möglichst spektakulären Serientoden. Nicht jeder Abgang ist laut und spektakulär. Die meisten sind eher leise und kaum zu bemerken. So würde ich es im Fall der Fälle auch gerne halten.

Von (obr/spot)

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