Harald Krassnitzer trauert um seine Mutter
Der "Tatort"-Star verlor seine Mutter Susanne, die an Demenz erkrankt war. In einem Interview spricht Krassnitzer über bewegende Momente und die intensive Liebe in schwerer Zeit.
Harald Krassnitzer hat sich von seiner Mutter Susanne verabschiedet, die im Februar dieses Jahres im Alter von 95 Jahren starb. Der 65-jährige "Tatort"-Schauspieler blickt nun auf die gemeinsame Zeit zurück und teilt emotionale Erinnerungen an die Krankheit seiner Mutter.
Susanne Krassnitzer litt an Demenz – eine Erkrankung, die Erinnerungen schwinden ließ, aber gleichzeitig Gefühle verstärkte. Der Schauspieler beschreibt, wie sich die Beziehung zu seiner Mutter dadurch veränderte: Manchmal hielt sie ihn für seinen Vater oder den Familienhund, bis am Ende nur noch ein Name blieb – ihr Sohn. Besonders berührt ihn der feste Griff ihrer Hand und die Momente, in denen sie wie eine Sonnenblume der Sonne zugewandt saß und die Wärme intensiv spürte.
Während Krassnitzer von seinen Dreharbeiten in Wuppertal aus regelmäßig zu seiner Mutter nach Salzburg reiste, übernahm seine Schwester den Großteil der Betreuung. Krassnitzer fasst seine Erkenntnis aus dieser Zeit zusammen: "Liebe" – das sei das einzige Wort mit wirklich großer Bedeutung. Passend zu diesen Erfahrungen verkörpert der Schauspieler in seinem neuen Film "Der verlorene Mann" einen demenzkranken Mann.