Tränen und Geständnisse: Letzter Prozesstag für Marius Borg Høiby
Am 25. Verhandlungstag des Prozesses gegen Norwegens Kronprinzessin Sohn bricht dieser vor Gericht zusammen. Marius Borg Høiby gesteht mehrere Vorwürfe ein und spricht unter Tränen über seine psychische Belastung.
In einem emotionalen Schlusstag der Beweisaufnahme hat sich Marius Borg Høiby (29) zu den letzten noch offenen Vorwürfen gegen ihn geäußert. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit räumte Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ein, nachdem er 2020 etwa 3,5 Kilogramm Marihuana für seinen Dealer transportiert hatte. Auch bei mehreren Verkehrsdelikten - darunter Fahrten mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und Fahren ohne Führerschein - entschuldigte sich der 29-Jährige.
Bei der Frage nach Beleidigungen von Polizeibeamten gab der Royal-Spross an, in einem Nachtlokal einen Mittelfinger gezeigt zu haben. Zudem wollte er eine Urinprobe manipulieren, konnte dies aber nicht umsetzen. Während der Verhandlung zeigte sich Høiby zunächst ungewöhnlich humorvoll, schlag aber dann einen emotionalen Umschwung und brach in Tränen aus.
In seinen abschließenden Worten beschrieb Marius sich selbst als "Hassobjekt ganz Norwegens". Der Medienrummel habe ihn als Menschen zermürbt, er sei nicht mehr er selbst, sondern ein "Monster". Er leide unter Paranoia, habe 98 Prozent seiner sozialen Kontakte verloren und könne niemandem mehr trauen. Das Urteil wird am 19. März erwartet.