Malinin bricht Schweigen nach Olympia-Desaster
Eine Woche nach seinem dramatischen Sturz in der Eiskunstlauf-Kür äußert sich Star Ilia Malinin erstmals öffentlich. Der 21-Jährige spricht von psychischen Belastungen und deutet an, innerlich nicht bereit gewesen zu sein.
Eiskunstlauf-Profi Ilia Malinin hat sich erstmals ausführlich zu seinem missglückten Olympia-Auftritt geäußert. In einem Interview mit der "Washington Post" beschreibt der 21-Jährige, wie sein Zusammenbruch auf dem Eis ihn verändert hat. "Ich bin als ein anderer Mensch zurückgekommen", sagt der sonst als "Gott der Vierfachsprünge" gefeiertete Athlet und spricht von inneren Kämpfen, die niemand von außen sehen kann.
Bei seinem Olympia-Auftritt war Malinin als klarer Favorit angetreten – erlebte dann aber eine Katastrophe. Mehrfach stürzte er auf dem Eis, verließ die Fläche mit Miene der Verzweiflung und landete am Ende nur auf Platz acht. Der American betont, dass ihn die Niederlage reifen lässt: "Es war nicht die Leistung, die ich zeigen wollte. Das Leben ist unfair." Trotzdem hofft er, aus diesem Rückschlag neue Kraft zu schöpfen.
Auf Instagram teilte Malinin später mit, dass auch die Stärksten "innerlich unsichtbare Kämpfe" führen. Diese Aussage löste eine Debatte über Leistungsdruck und Online-Hass aus. Zahlreiche Athleten, darunter Slalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin, zeigten ihm daraufhin ihre Unterstützung.