Vernachlässigt & gezüchtigt: Expertin enthüllt König Charles‘ traurige Kindheit
König Charles sah Queen Elizabeth II. als Kind nicht oft, soll sie sogar nicht als seine eigene Mutter erkannt haben, wie es in einem neuen Buch heißt.
In ihrem neuen Buch „King Charles: Kein Mann der zweiten Reihe“ erzählt Adelsexpertin Lisbeth Bischoff spannende Anekdoten aus dem Leben des Monarchen. Erst mit 73 Jahren bestieg König Charles III. (77) den Thron, musste lange warten, bis seine Zeit gekommen war. Während er im Schatten seiner Mutter Queen Elizabeth II. (†96) auf seinen Einsatz wartete, hatte er eine schwierige Vergangenheit zu verarbeiten. Der heute stets zu einem Scherz aufgelegte Royal hatte keine leichte Kindheit, kämpfte mit mangelnder Fürsorge im Elternhaus und körperlicher Züchtigung in der Schule. Es heißt zudem, er habe seine eigene Mutter so selten gesehen, dass er die Queen als Kind einst nicht auf dem Gang erkannte.

Elizabeth wurde mit 25 Jahren Königin, Charles mit drei Jahren Thronfolger
In jungen Jahren wurde Charles nur wenig Liebe und Zuneigung zuteil. Vielleicht, weil er nur zwei statt vier Beine hatte? Laut der neuen Biografie habe Prinz Philip (†99) nämlich stets zu scherzen gepflegt, seine Ehefrau sei nur an Dingen interessiert, die vier Beine hätten. Das erklärt wohl auch, warum sie im Laufe ihres Lebens insgesamt über 30 Corgis gehabt haben soll.
Ganz zum Leidwesen von Charles, dem nicht viel mütterliche Zuwendung zuteil wurde. Er habe eine „elende Kindheit“ gehabt, schilderte er dementsprechend einmal. Liebevolle Gesten und Worte waren Mangelware, ebenso Zeit mit seinen Eltern. Mit 25 wurde Elizabeth bereits Königin, was ihren Erstgeborenen bereits im Alter von drei Jahren zum Thronfolger erhob.
Als Kind verbrachte Charles wenig Zeit mit seiner Mutter
Doch schon bevor Charles‘ Mutter Königin wurde, widmete sie sich bereits ihren Pflichten. Dafür war eine andere stets an seiner Seite: Elizabeths Mutter. Zur Queen Mum (†101) hatte er ein enges Verhältnis.
Als er gerade einmal ein Jahr alt war, verbrachten Elizabeth und Ehemann Prinz Philip einen Großteil ihrer Zeit auf Malta, wo der Royal zwischen 1949 und 1951 als Marineoffizier der Royal Navy stationiert gewesen war. Und Baby Charles? Blieb mit seinem Kindermädchen zu Hause. 1950 bekam er mit Prinzessin Anne (75) ein Geschwisterchen dazu, doch an der Einsamkeit, die er aufgrund der zeitweisen Abwesenheit seiner Eltern wohl gespürt haben muss, konnte auch das nicht viel ändern. Auch später, als sie wieder mehr Zeit im Buckingham Palast verbrachte, soll ihr Sohn täglich nur zwei Audienzen mit ihr bekommen haben, schreibt Bischoff.

Erschreckendes Gerücht: Erkannte Charles seine eigene Mutter nicht?
Die Autorin schildert zudem eine erschreckende Szene, die als ungesicherte Anekdote umhergeistert: Der junge Prinz spazierte einst mit seinem Kindermädchen durch den Palast. Plötzlich soll eine Frau den Gang entlang gekommen sein, vor der alle Angestellten ehrfürchtig knicksten. Charles‘ Reaktion jedoch soll anders gewesen sein. „Wer ist diese Frau?“, habe er verwundert gefragt und damit seine eigene Mutter Queen Elizabeth nicht erkannt.
Züchtigung mit Rohrstock: So hart war die Zeit auf dem Internat
Auch, als er später das Elternhaus gegen das schottische Internat Gordonstoun tauschte, sollte sich die Lage laut Bischoff nicht verbessern. Während ihn vorher vor allem emotionale Kälte geprägt hatte, verschob sich der Fokus zu Schulzeiten auf tatsächliche Kälte. Tag ein, tag aus, war er mit kalten Duschen, Wind und Wetter konfrontiert. Kurze Hosen waren bei jedem Wetter Pflicht – zur Abhärtung. Königin Camillas (78) Ehemann übernachtete mit 13 anderen Kindern in einem Schlafsaal, dessen Fenster nachts nicht geschlossen werden durften. Es heißt, im Winter hätten die Kinder mit den Fensterbetten regelmäßig den Schnee von ihren Decken entfernen müssen. Und damit nicht genug. Körperliche Züchtigung mit dem Rohrstock habe ebenfalls zu den grausamen Disziplinierungsmaßnahmen gehört, die das Internat charakterisierten.

Mitschüler behandelten den künftigen König schlecht
Das Verhältnis zu seinen Mitschülern? Ebenfalls schwierig. „Ich schlafe kaum. Weil ich schnarche, schlägt man mir ständig auf den Kopf. Es ist die absolute Hölle“, schrieb er laut des Buches damals in einem Brief an seine Familie. Zudem hatte er sich den unliebsamen Spitznamen „Plumpudding“ eingehandelt und soll von seinen Kommilitonen geärgert und angegangen worden sein.
Royaler Glanz täuschte über Charles‘ traurige Kindheit hinweg
Aus den Erzählungen rund um Charles‘ Kindheit ergibt sich ein trauriges Bild, das hinter dem royalen Glanz des britischen Königshauses oftmals übersehen wird. So humorvoll sich der König heute gibt, in ihm wohnen lauter schmerzhafte Erinnerungen an Kindheitstage. Doch trotz allem ließ sich der 77-Jährige nie unterkriegen und regiert heute, als hätte er nie etwas anderes getan.
Als seine Mutter 2022 verstarb, ließ er zudem eine andere Seite der Beziehung zu Elizabeth durchblicken. So bezeichnete er sie als „geliebte Mama“ und dankte ihr für ihre Liebe und ihre Arbeit als Königin.



