Marius Borg Høiby sagt vor Gericht aus – Verfahren gegen seinen Freund eingeleitet
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin hat sich zu Vorwürfen gegenüber einer Ex-Freundin geäußert. Parallel ermittelt die Polizei gegen einen seiner Freunde wegen möglicher Beeinflussung von Zeugen.
Der 29-jährige Marius Borg Høiby hat sich am 20. Prozesstag in Oslo zu schweren Vorwürfen geäußert. Nach einer emotionalen Erklärung mit Tränen schilderte er seine Version mehrerer Vorfälle mit einer Ex-Freundin. Bei vielen Punkten bestritt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit die Vorwürfe oder gab ihnen eine deutlich abgeschwächte Darstellung. So erklärte er etwa, dass er sich nicht daran erinnere, die Frau geschlagen zu haben, räumte aber ein, dass dies "plausibel klingt".
Besonders emotional wurde es, als das Gericht die alles entscheidende Nacht vom 4. August 2024 behandeln wollte – jene, die zu Høibys Festnahme führte. Der Angeklagte bat darum, die Befragung zu vertagen und sagte mit tränenerstickter Stimme, er könne das aktuell nicht schaffen. Seine Verteidiger betonten danach, wie belastend die bisherige Aussage für ihn gewesen sei.
Parallel zu den Verhandlungen hat die Polizei ein Verfahren wegen möglicher Justizbehinderung eingeleitet. Ein Freund von Marius wird verdächtigt, Einfluss auf die Aussage der Ex-Freundin bei einer polizeilichen Vernehmung genommen zu haben. Der Freund bestritt dies bereits vor Gericht. Die Ermittlungen dauern an.