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Weinstein-Prozess: Belastungszeugin schildert traumatisches Hotelzimmer-Treffen

29. April 2026· Carolin Hausmann

Im neuen Verfahren gegen Harvey Weinstein hat die Hauptzeugin Jessica Mann vor Gericht über ein Vorfall 2013 berichtet. Sie wirft dem Hollywood-Produzenten vor, sie in einem New Yorker Hotel vergewaltigt zu haben.

Im wiederaufgerollten Prozess gegen den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein hat am sechsten Verhandlungstag die zentrale Belastungszeugin Jessica Mann ausgesagt. Vor dem Gericht in New York schilderte die 40-Jährige unter Tränen ein Treffen vom März 2013 in einem Hotelzimmer in Midtown Manhattan, das nach ihrer Darstellung in Gewalt eskalierte.

Mann beschrieb, wie ein zunächst geplantes harmloses Treffen zum Essen schnell eine bedrohliche Wendung nahm. Sie habe versucht, das Zimmer zu verlassen, sei aber zurückgestoßen worden. Der Produzent habe sie gepackt, festgehalten und schließlich vergewaltigt, so ihr Vorwurf. "Ich hatte das Gefühl, er besitzt mich", sagte sie aus. Nach dem Vorfall sei sie traumatisiert zu einer Freundin nach New Jersey geflohen und habe dort auf dem Boden geschlafen.

Weinstein bestreitet die Vorwürfe weiterhin. Das Verfahren ist bereits die dritte Anklage in diesem Fall: 2020 war er zu 23 Jahren Haft verurteilt worden, doch ein Berufungsgericht hob das Urteil 2024 auf. In einem früheren Anklagepunkt gegen eine andere Frau wurde Weinstein bereits schuldig gesprochen.

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