ZDF-„Traumschiff“ überrascht in Neujahrsfolge mit sensiblem Thema
Mit der Neujahrsfolge „Afrika: Madikwe“ verlässt das ZDF-„Traumschiff“ seinen gewohnten Wohlfühlkurs und wird deutlich ernster als sonst. Zum ersten Mal widmet sich die Kultreihe dabei einem Thema, das bislang bewusst außen vor geblieben war.
Am Neujahrsabend nimmt Florian Silbereisen mit dem ZDF-„Traumschiff“, das erst im Frühjahr mit einer Änderung überraschte, Kurs auf „Afrika: Madikwe“. Doch für einige Gäste ist diese Reise mehr als ein exotisches Abenteuer. Emilia Gronewald und Oliver Stiller gehen getrennt an Bord – vereint jedoch durch einen düsteren Entschluss: Keiner von beiden plant, die Fahrt lebend zu beenden. Erst auf dem Schiff kreuzen sich ihre Wege zufällig, und beide begreifen, dass sie mit ihrer Verzweiflung nicht allein sind.
Tabubruch zum Jahresstart: „Traumschiff“ wagt heikles Thema
Mit dieser Geschichte entfernt sich die Serie bewusst von dem Erfolgsrezept, das ihr Schöpfer Wolfgang Rademann einst formuliert hatte: Gefühl, Exotik, Humor und Spannung – jedoch ohne Tod und Abgründe. Die Afrika-Folge bricht dieses Prinzip erstmals.
Gleichzeitig betont Silbereisen die Entwicklung der Figuren im Verlauf der Reise. Die Geschichte zeige, „dass das Leben schön ist und viel mehr bietet, als sie sich vorgestellt haben“. Die Begegnungen und Erfahrungen führten dazu, „dass das Denken sozusagen die Richtung wechselt“.

ZDF hat sich zum Thema geäußert
Der Sender, der den Handlungsstrang auch in der Folgenvorschau erzählt, selbst ordnet die Folge als Teil eines größeren Erzählanspruchs ein. Eine ZDF-Sprecherin erklärte gegenüber „Bild“ dass „Das Traumschiff“ das Leben in all seinen Facetten abbilde, Geschichten erzähle, die berühren und nachdenklich machen – am Ende jedoch eine positive Botschaft stehen solle.
Sie leiden an Suizidgedanken? Eine Anlaufstelle für alle Menschen in psychischer Not ist die Telefonseelsorge mit den deutschlandweiten Telefonnummern 08001110-111 oder -222.
Wenn Sie sich Hilfe suchen möchten und nach einem ambulanten Therapieplatz suchen, können Sie bei der 116117 anrufen. Dort werden Ihnen Anspechpartner und Termine vermittelt.
Die Internetplattform „Freunde fürs Leben“ gibt Hilfestellung bei drohendem Suizid. Die AGUS ist eine bundesweite Selbsthilfeorganisation für Trauernde, die einen nahestehenden Menschen durch Suizid verloren haben. Weitere Informationen finden Sie auch bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. Ein Verzeichnis von Beratungsstellen finden Sie hier: Suizidprophylaxe.de.




