Zuschauer ärgern sich über Rekordpause beim „Tatort”: „Unangemessen lang”
19 Wochen lang müssen Fans auf neue Folgen von „Tatort” und „Polizeiruf 110” verzichten. Zuschauer reagieren gespalten auf die ungewöhnlich lange Sommerpause.
Mit der Münster-Ausgabe „Man stirbt nun zweimal“ heißt es für Fans vom „Tatort” am Sonntagabend (10. Mai) erst einmal Abschied nehmen. Nach der Ausstrahlung gehen der beliebte Sonntagskrimi und „Polizeiruf 110” in ihre bislang längste Sommerpause.
Bis zum 13. September 2026 gibt es keine neuen Folgen im Ersten. Damit müssen Zuschauer ganze 19 Wochen auf neue Fälle warten – eine ungewöhnlich lange Unterbrechung, die bei vielen Fans für Enttäuschung sorgt.
Fans zeigen wenig Verständnis für lange „Tatort”-Pause
In einer „t-online”-Befragung an die Leser, äußern viele deutliche Kritik. Ein Leser schreibt etwa: „Ich finde die Pause unangemessen lang! Sommerpause? Wir haben ja gerade mal Anfang Mai und Frühling”! Weitere Stimmen der Leser lauten: „Es ist eine Unverschämtheit“ oder „Die Sommerpause ist viel zu lang, vermissen werde ich alle ‚Tatort‘-Teams.” Auch auf Social Media wird der Ton deutlich rauer. Auf X heißt es etwa: „Vom 10.5. bis 13.9. Sommerpause? Die haben doch echt einen Schuss.“
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Neben der Kritik gibt es jedoch auch Zuschauer, die der Pause gelassener gegenüberstehen. Einige sehen die Krimiflut der vergangenen Jahre ohnehin kritisch oder nutzen die Auszeit bewusst als Gelegenheit für andere Inhalte. Ein Zuschauer formuliert es in der Befragung so: „Es stört mich überhaupt nicht, dass der ‚Tatort‘ ausgesetzt wird.“ Andere wünschen sich sogar grundsätzlich Veränderungen an den Geschichten und Tonalitäten der Reihe.
ARD erklärt die ungewöhnlich lange Unterbrechung
Die ARD verweist auf mehrere Faktoren, die zur ungewöhnlich langen Pause geführt haben. Neben der Fußball-Weltmeisterschaft, die große Teile des Sommerprogramms prägen wird, spielt auch die Produktionsplanung eine Rolle. Insgesamt wurden 2026 weniger neue Folgen produziert als in anderen Jahren, zudem verschieben sich einzelne Ausstrahlungen ins Folgejahr.
Trotz der Pause bleibt der Sonntagabend nicht krimifrei: Wiederholungen früherer Fälle sollen die Zeit überbrücken – abrufbar auch in der Mediathek, in der sich Zuschauer ihr eigenes „Tatort“-Programm zusammenstellen können.

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