Fanprotest: 12 Minuten Stille gegen geplante Stadionmaßnahmen
Fans protestieren in der Bundesliga und 2. Liga mit Stummschweigen gegen geplante Sicherheitsmaßnahmen in Stadien. Sie lehnen personalisierte Tickets und strengere Regeln ab.
Zum Start des 13. Spieltags der 2. Bundesliga haben Fangruppen ein deutliches Zeichen gesetzt. Bei mehreren Spielen schwiegen die Ultras und zahlreiche weitere Anhänger in den ersten zwölf Minuten komplett. Mit Bannern fragten sie: "Soll das die Zukunft des Fußballs sein?" Der Protest soll sich übers kommende Wochenende fortsetzen.
Hintergrund ist die Debatte um neue Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Fußballstadien. Bei einer Innenministerkonferenz im Dezember sollen unter anderem personalisierte Tickets und verschärfte Stadionverbote diskutiert werden. Die organisierte Fanszene lehnt solche pauschalen Maßnahmen ab und fordert die Vereine auf, sich aktiv gegen die Pläne zu wehren.
Sowohl die Deutsche Fußball Liga als auch der 1. FC Köln zeigen Verständnis für den Protest. Während die DFL solche kollektiven Maßnahmen als "nicht vermittelbar" für Millionen von Fans bezeichnete, betonte der Kölner Klub, dass lebendige Fankultur unverzichtbar ist. Gleichzeitig unterstreichen beide, dass Stadionsicherheit wichtig bleibt – lehnen aber Kollektivstrafen ab und setzen stattdessen auf Dialog.