Mainz in der Krise: Amiri kritisiert fehlendes Torverständnis
Nach der zweiten Heimpleite in Folge äußert sich Kapitän Amiri frustriert über die offensive Schwäche des FSV Mainz 05. Trainer Henriksen musste Stefan Bell bereits nach 15 Minuten vom Platz nehmen.
Der FSV Mainz 05 befindet sich nach drei Spieltagen in einer schwierigen Lage. Mit nur einem Punkt aus der bisherigen Saison und der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig macht sich bei Kapitän Nadiem Amiri Frustration breit. Der Nationalspieler kritisiert vor allem die mangelnde Torgefährlichkeit seines Teams: "Die Geilheit auf Tore fehlt uns", sagte der 28-Jährige nach der Partie. Bislang gelang Mainz nur ein Treffer – ein Elfmeter beim 1:1 in Wolfsburg.
Amiri sieht das Problem in den grundlegenden Abläufen und dem fehlenden Spielverständnis in der Offensive. "Es fehlt der letzte Pass", bemängelte der Mittelfeldspieler. Der Abgang von Top-Torschütze Jonathan Burkardt zu Eintracht Frankfurt wiegt schwer – Burkardt erzielte in der vergangenen Saison 18 Treffer für die Rheinhessen. "Wir dominieren in der zweiten Halbzeit, aber gefühlt will keiner das Tor machen", kritisierte Amiri die fehlende Chancenverwertung.
Trainer Bo Henriksen musste zudem eine ungewöhnliche Maßnahme ergreifen: Abwehrspieler Stefan Bell wurde bereits nach 15 Minuten ausgewechselt – ein Novum in Henriksens Karriere. Der 34-jährige Routinier hatte massive Schnelligkeitsprobleme gegen Leipzig und war dicht dran an einer Roten Karte. "Das weiß er auch", sagte Henriksen zur frühen Auswechslung. Andreas Hanche-Olsen übernahm die Aufgabe und machte seine Sache solide.