Ex-FCA-Profi übernimmt

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Der Artikel erschien in erster Fassung um 13:47 Uhr und wurde nach der Einstellung Lichtsteiners aktualisiert
Ein spektakuläres 4:3 im Klassiker gegen den FC Zürich hat Ludovic Magnin nicht gereicht, um seinen Job zu sichern. Der FC Basel hat den ehemaligen Bundesliga-Profi nach etwas mehr als einem halben Jahr am Montagmittag freigestellt. Nachdem die Zeitung „Blick“ den langjährigen Schweizer Nationalspieler Stephan Lichtsteiner am Montag als Favoriten auf die Nachfolge benannt hatte, bestätigte der FCB am Abend die Verpflichtung.
Magnin folgte erst im Sommer auf Fabio Celestini, den es nach dem Gewinn des Doubles nach Russland zu ZSKA Moskau zog. In 33 Partien holte der 46-Jährige im Schnitt 1,58 Punkte. In der Europa League ist Basel nach zwei Siegen aus sieben Spielen für das Weiterkommen auf Schützenhilfe angewiesen, in der Super League liegt man zehn Punkte hinter Überraschungs-Spitzenreiter FC Thun.
„In den Wochen und Monaten vor der Winterpause hatten wir das Gefühl, dass unsere Leistungen stagnierten und wir nicht mehr die Konstanz auf den Platz brachten, die es für unsere ambitionierten Ziele braucht. Die ersten drei Spiele im neuen Jahr, darunter das Unentschieden zuhause gegen den FC Sion, sowie vor allem der ungenügende Auftritt auswärts in Salzburg, entsprachen dann auch nicht den Erwartungen der sportlichen Leitung – die erhoffte Trendwende blieb trotz einer guten Vorbereitung aus. Stand heute können wir einige unserer Ziele noch erreichen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, diesen Schritt, der uns alles andere als leichtfällt, zu vollziehen“, sagte Sportdirektor Daniel Stucki über die Entlassung von Magnin.
Nati-Ikone Lichtsteiner folgt auf Magnin beim FC Basel
Der FC Basel hat mit Lichtsteiner nun bereits den Nachfolger für Magnin verpflichtet. Ursprünglich liefen laut „Blick“ Verhandlungen darüber, ob er im Sommer die U23 des Klubs übernimmt, nun wird er Cheftrainer bei den Profis. Lichtsteiner, der zuletzt beim Schweizer Viertligisten FC Wettswil-Bonstetten unter Vertrag stand, ist der zehnte Trainer in Basel seit 2020. Den Verein kennt er schon aus einer Tätigkeit als Jugendcoach zwischen 2022 und 2024. Als Ex-Profi von unter anderem Juventus, Lazio und Arsenal ist er einer der hochdekoriertesten Schweizer Fußballer seiner Generation. In der Bundesliga war Lichtsteiner vor seinem Karriereende ein Jahr beim FC Augsburg aktiv.
Basel-Manager Stucki sagte über die Verpflichtung: „Wir kennen Stephan bereits aus der Nachwuchsabteilung und ich habe dort schon über zwei Jahre mit ihm direkt zusammengearbeitet. Er bringt ein großes taktisches Verständnis mit und versteht es seit jeher, seine Teams mitzureißen und als Kollektiv besser zu machen. Uns ist bewusst, dass er in einer anspruchsvollen Phase zu uns stößt, in der in kurzer Zeit richtungsweisende Spiele anstehen. Und dies ohne wirkliche Erfahrung als Cheftrainer auf Profiniveau. Aber unser großes Ziel ist es, langfristig und nachhaltig zu planen. Stephan kennt Drucksituationen aus seiner Aktivzeit bestens und obwohl er noch kein Team auf höchstem Niveau trainiert hat, trauen wir ihm diese Aufgabe zu 100 Prozent zu. Er ist detailversessen und ein Perfektionist mit einem klaren Plan. Hinzu kommt eine riesige Winner-Mentalität, die uns in der aktuellen Situation sofort helfen wird.“



