Boniface-Transfer zu Milan offenbar geplatzt
Victor Boniface reist nach mehreren Medizinchecks unverrichteter Dinge zurück nach Leverkusen. Mailands Sorgen um die Verletzungshistorie des Stürmer scheinen zu groß zu sein.
Der geplante Wechsel von Bayer Leverkusens Angreifer Victor Boniface zur AC Mailand ist offenbar gescheitert. Nachdem sich die italienischen Römer bereits auf die Eckdaten eines Leihgeschäfts verständigt hatten, zog sich Milan nach mehreren medizinischen Untersuchungen zurück. Der 24-jährige Nigerianer reiste am Wochenende nach Mailand, durchlief dort verschiedene Checks in unterschiedlichen Fachkliniken – letztlich reichte dies nicht aus, um die Sorgen des Serie-A-Clubs auszuräumen.
Grund für die Vorsicht sind Bonaparts frühere Verletzungen. Der Stürmer erlitt 2019 und 2020 jeweils einen Kreuzbandriss, in den vergangenen beiden Saisons plagte ihn zudem regelmäßig Muskelprobleme. Mailands Sportdirektor Igli Tare deutete an, dass man weitere Zeit brauche, um die Berichte zu prüfen und eine Entscheidung zu treffen. Parallel lotete der Club Alternativen aus und nahm Gespräche mit Sporting Lissabon auf.
Aus Leverkusen kommt nun Klarheit: Sportchef Simon Rolfes kündigte gegenüber der Bild an, dass das Thema Milan erledigt sein werde, sollte Boniface zu den Rheinländern zurückkehren. An Neuverhandlungen glaubt Rolfes nicht. Boniface kehrt damit vorerst nach Deutschland zurück, wo sein Marktwert auf 40 Millionen Euro geschätzt wird.