Mourinho bei Benfica: Herzensangelegenheit statt Geschäft
José Mourinho hat Fenerbahce verlassen und unterschrieb bei Benfica Lissabon. Der 62-Jährige betont, dass es ihm um mehr geht als um finanzielle Gewinne – es ist eine emotionale Rückkehr.
José Mourinho ist wieder Trainer von Benfica Lissabon. Nur drei Wochen nach seinem Abgang von Fenerbahce Istanbul unterzeichnete der erfahrene Portugiese einen Vertrag bis 2027. Dabei betont er deutlich: Das war keine wirtschaftlich rationale Entscheidung. Hätte er seine verbleibende Anstellung in der Türkei ausgeglichen, hätte er deutlich mehr verdient, als ihm Benfica zahlt.
Für Mourinho wiegt die emotionale Komponente jedoch schwerer. Bei Benfica zur Meisterschaft zu arbeiten und um Titel zu kämpfen – das hat ihm in Rom und Istanbul gefehlt. Nach seinem Einstand mit einem 3:0-Sieg will er die Mannschaft nun schrittweise auf seine taktischen Vorstellungen einstellen. Sein Vorgänger Bruno Lage habe gute Grundlagen geschaffen, so Mourinho, doch jetzt gehe es darum, neue Impulse zu setzen.
Im Nachholspiel gegen Rio Ave kann Benfica mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an Tabellenführer FC Porto heranrücken – ein Klub, mit dem Mourinho 2004 die Champions League gewann. Der Coach signalisiert Geduld mit seinem neuen Team und verweist darauf, dass solche Übergänge Zeit brauchen.