Ungewöhnlicher Weg zum Afrika Cup: Ex-Bremer Lorenzen startet durch
Melvyn Lorenzen bewirbt sich per Whatsapp-Video beim ugandischen Fußballverband – und schafft es prompt ins Afrika-Cup-Aufgebot. Der Ex-Werder-Profi könnte schon am Dienstag gegen Tunesien spielen.
Eine unkonventionelle Bewerbung mit großem Erfolg: Der 31-jährige Melvyn Lorenzen, der einst für Werder Bremen in der Bundesliga spielte, ist ins Aufgebot Ugandas für den laufenden Afrika Cup berufen worden. Den Anstoß gab im Oktober eine Eigeninitiative des Stürmer – er schrieb dem ugandischen Verband eine Nachricht via Whatsapp und schickte ein Highlight-Video mit.
Die Aktion zahlte sich unmittelbar aus. Wenig später folgte die Einladung, im November spielte Lorenzen bereits gegen Marokko und Tschad. Der Sohn eines ugandischen Vaters und einer deutschen Mutter überzeugte Trainer Paul Put auf Anhieb – sein erstes Tor im Nationaltrikot folgte sogleich. Jetzt steht der in Thailand aktive Profi im Kader für das Turnier und könnte bereits am Dienstag gegen Tunesien zum Einsatz kommen.
Lorenzen, der seine fußballerische Ausbildung einst bei Holstein Kiel und Werder Bremen erhielt, hat inzwischen eine lange Odyssee durch europäische und asiatische Ligen hinter sich. Eine Rückkehr zu einem europäischen Verein schließt der Flügelspieler nicht aus – beim Afrika Cup möchte er sich zunächst als Underdogs mit seinem Team für die nächste Runde empfehlen.