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Marcelo Bordon: Der gefürchtete Abwehrchef blickt zurück

08. Januar 2026· Sabrina Kühn

Zum 50. Geburtstag erinnert sich Bundesliga-Legende Marcelo Bordon an seine bewegte Karriere bei Stuttgart und Schalke. Der Brasilianer spricht über harte Trainingsmethoden, verpasste Titel und seinen überraschenden Wechsel nach Katar.

Marcelo Bordon zählt zu den prägenden Innenverteidigern der Bundesliga-Geschichte. Der Brasilianer kam 1999 zum VfB Stuttgart und entwickelte sich unter Trainer Felix Magath zu einem der stärksten Abwehrspieler der Liga. Dabei bestach der imposante Defensivmann nicht nur durch körperliche Präsenz, sondern auch durch taktisches Verständnis – eine ungewöhnliche Kombination, die Gegenspieler gleichermaßen respektierten und fürchteten.

Seine erfolgreichste Zeit erlebte Bordon ab 2004 beim FC Schalke 04. Unter Rudi Assauers Führung entwickelten sich die Königsblauen zur Top-Mannschaft. In der Saison 2006/07 stand das Team vor der Meisterschaft, scheiterte aber knapp. Ein Umstand, der Bordon bis heute beschäftigt – besonders die Verletzung von Schlüsselspieler Gustavo Varela während dieser Phase. In 231 Spielen prägte er das Schalke-Gesicht dieser Ära und wuchs zur Klubikone heran.

Das überraschende Ende folgte 2010, als Magath – nun Schalkes Trainer – Bordon zum Verlassen aufforderte. Ein Schock für den Verteidiger, der nach Leihangeboten von Leverkusen und dem HSV schließlich aus Frust zum katarischen Klub Al-Rayyan wechselte. Bordon absolvierte insgesamt 297 Bundesliga-Spiele und hinterließ tiefe Spuren im deutschen Fußball.

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