Brighton warnt vor Finanzkrise in der Premier League
Brighton-Boss Tony Bloom schlägt Alarm: Die explodierenden Transferausgaben gefährden die Stabilität der englischen Fußball-Liga. Im November entscheiden die Clubs über neue Finanzregeln.
Brighton & Hove Albions Eigentümer Tony Bloom hat die Premier-League-Vereine vor massiven finanziellen Problemen gewarnt. Der Grund: Die Transferausgaben und Spielergehälter steigen schneller als die Einnahmen der Clubs. "Wenn die Verluste noch schneller wachsen, wird das in einer Katastrophe enden", so Bloom zur Zeitung "The Athletic".
Im kommenden November sollen die englischen Top-Clubs über neue Finanzregeln abstimmen. Zur Debatte stehen strengere Kontrollen der Spielerbudgets. Derzeit erlauben die Regeln Verluste bis zu 121 Millionen Euro über drei Jahre. Der neue Vorschlag würde Clubs ermöglichen, bis zu 85 Prozent ihrer Einnahmen in den Kader zu investieren. Im zurückliegenden Sommer überschritten die Premier-League-Teams erstmals die Drei-Milliarden-Euro-Marke bei den Transfers – deutlich mehr als in anderen europäischen Ligen. Liverpool allein gab etwa 483 Millionen Euro aus.
Bloom betont, dass wettbewerbsfähige Finanzregeln für die gesamte Liga wichtig sind. "Die Kluft zwischen Top-Clubs und kleineren Teams darf nicht zu groß werden, sonst sinkt das Interesse der Zuschauer und damit die Einnahmen", erklärt der 55-Jährige. Brighton selbst gilt als Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und wurde bislang nicht mit Sanktionen belegt wie beispielsweise Everton oder Nottingham Forest.